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Rückkehr nach neun Jahren: Formel 1 kurios: Bahrain-Rennen findet 6000 Kilometer entfernt statt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 26, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Rückkehr nach neun Jahren

Formel 1 kurios: Bahrain-Rennen findet 6000 Kilometer entfernt statt

Der Iran-Krieg wirbelt auch die Formel 1 durcheinander. Das Bahrain-Rennen muss im April abgesagt werden – und wird jetzt nachgeholt. Allerdings 6000 Kilometer entfernt. Es ist eine ungewöhnliche Lösung.

Malaysia kehrt in diesem Jahr kurzfristig in den Rennkalender der Formel 1 zurück. Wie die Motorsport-Königsklasse mitteilte, wird auf dem Sepang Circuit südlich der Hauptstadt Kuala Lumpur am ersten Oktober-Wochenende zwischen den Events in Aserbaidschan und Singapur gefahren.

„Einmal mehr hat der Sport seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, sich anzupassen, Lösungen zu finden und diese umzusetzen“, sagte Formel-1-Boss Stefano Domenicali. Der Grand Prix am 4. Oktober wird demnach als eine Art Ersatzrennen für den WM-Lauf in Bahrain betrachtet und heißt offiziell „Gulf Air Bahrain Grand Prix in Malaysia“. Berichten zufolge übernimmt Bahrain einen Großteil der Kosten, Malaysia stellt aber die Strecke zur Verfügung. Die beiden Länder trennen rund 6000 Kilometer.

In Malaysia machte die Formel 1 schon von 1999 bis 2017 Station. Der Veranstalter konnte sich danach aber nicht mehr die millionenschweren Antrittsgebühren leisten. Seitdem ist dort unter anderem noch die MotoGP zu Hause.

Weitere Rennen auf der Kippe

Mitte März hatte die Formel 1 die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien für April wegen der Sicherheitslage nach Ausbruch des Iran-Kriegs ersatzlos aus dem Kalender genommen, sie aber nicht komplett gestrichen. Damit schrumpfte die Welttournee vorerst von 24 auf 22 Grands Prix. Mit der Rückkehr von Sepang, das logistisch günstig am internationalen Flughafen Kuala Lumpur liegt, wächst der Kalender vorerst wieder auf 23 Veranstaltungen.

Allerdings sind wegen der erneuten Verschärfung des Iran-Kriegs die letzten beiden Grands Prix des Jahres am 29. November in Katar und am 6. Dezember in Abu Dhabi mehr als fraglich. Die Bosse der Formel 1 prüfen Optionen. Als eine Möglichkeit für das Saisonfinale im Dezember gilt Portimão in Portugal. Das Event an der Algarve war zuletzt 2020 und 2021 während der Corona-Krise Ersatzausrichter, für 2027 und 2028 kehrt die Veranstaltung fest zurück.

Angeblich ist aber auch Imola in Italien eine Variante. Der Grand Prix der Emilia Romagna war für dieses Jahr aus dem Kalender gestrichen worden. Zudem sind die Temperaturen in der Region zu dieser Jahreszeit niedrig, um die Reifen der Formel-1-Autos in ein optimales Arbeitsfenster zu bringen.

Allerdings soll Imola nicht zuletzt deshalb als Kandidat gelten, weil der italienische WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli von Mercedes in diesem Jahr erstmals Weltmeister werden könnte. Für den Teenager aus Bologna, der der erste italienische Champion seit Alberto Ascari 1953 werden könnte, wäre ein Finale in Imola ein Heimspiel.

Israel und die USA haben am 28. Februar mit massiven Luftangriffen ihren Krieg gegen den Iran begonnen. Anfang April einigten sich Vertreter aus Washington und Teheran auf eine Waffenruhe, ehe sich der Konflikt wieder verschärft hat.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/dpa

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