Russland rückt nach eigenen Angaben im Osten der Ukraine vor und will eine strategisch wichtige Stadt erobert haben. Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Stadt Sumy gibt es mehrere Tote.
Russland hat die Einnahme der ostukrainischen Stadt Kostjantyniwka gemeldet. „Kostjantyniwka ist komplett eingenommen. Die Stadt steht nun vollständig unter unserer Kontrolle“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow vor Journalisten.
Eine ukrainische Stellungnahme lag zunächst nicht vor. Zuletzt hatten ukrainische Militärs eine schwierige Lage in der bereits schwer zerstörten Stadt eingeräumt. Der ukrainische Generalstab in Kiew sprach am Abend in seinem Lagebericht lediglich von schweren Kämpfen rund um Kostjantyniwka.
Strategisch wichtige Stadt im Donbass
Kostjantyniwka ist ein strategisch wichtiger Stützpunkt auf dem Weg zu den letzten größeren Städten in der Donbass-Region, die noch unter der Kontrolle Kiews stehen. Die Stadt, die vor dem Krieg 78.000 Einwohner zählte, ist seit Ende 2025 schwer umkämpft.
Die Mitteilung erfolgte nun zeitgleich mit einem Besuch von Präsident Wladimir Putin auf einem Kommandoposten, von dem aus der Einsatz der russischen Truppen in der Ukraine gesteuert wird. Die russischen Streitkräfte kontrollierten laut Kremlsprecher Peskow die gesamte Region Luhansk im Osten der Ukraine – eine der beiden Regionen, aus denen sich der Donbass zusammensetzt.
Tote bei Angriff auf Sumy
Unterdessen wurde wieder die nordukrainische Stadt Sumy angegriffen. Bei einem russischen Bombenangriff auf das Zentrum wurden nach Angaben des Regionalgouverneurs Oleh Hryhorow mindestens drei Menschen getötet und viele weitere verletzt. Unter den Opfern seien auch Kinder, teilt er auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben der Konfliktparteien oder von Beobachtern zum Kriegsgeschehen können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
