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Sanktionen gegen Siedlungen?: SPD-Außenpolitiker für harte EU-Haltung gegen Israel

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 13, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Sanktionen gegen Siedlungen?SPD-Außenpolitiker für harte EU-Haltung gegen Israel

Rechtsorientierte israelische Siedler marschieren in die Hügel des Westjordanlandes, um eine neue Siedlung außerhalb der Siedlung Barkan zu errichten. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Außenminister der EU-Staaten beraten heute über ein mögliches Einfuhrverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen. SPD-Außenpolitiker Ahmetovic sagt: Ein Veto darf nicht die deutsche Position sein.

Vor den Beratungen der EU-Außenminister an diesem Montag in Brüssel hat sich SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic für mögliche Sanktionen gegen Israel ausgesprochen. „Deutschland muss den Weg frei machen für eine geeinte europäische Haltung“, sagte er den RND-Zeitungen. „Keiner erwartet vom Außenminister Wadephul, erste Geige in Fragen von Nahost in Brüssel zu spielen, aber bei so offensichtlichen völkerrechtlichen Verstößen durch Netanjahu und seine Regierung kann die deutsche Position nicht das Veto sein.“ Maßstab der deutschen Außenpolitik müssten vielmehr „Recht und Regeln“ sein, fuhr Ahmetovic fort.

Die Außenminister der EU-Staaten beraten an diesem Montag in Brüssel über ein mögliches Einfuhrverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen. Es werde aber voraussichtlich keine konkrete Entscheidung fallen, hatten Diplomaten am Freitag gesagt. Es solle vielmehr ausgelotet werden, ob genügend Unterstützung vorhanden ist, um das Thema voranzutreiben.

Mehrere EU-Staaten wie Irland, die Niederlande und Spanien haben bereits eigene Handelsbeschränkungen gegen israelische Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten verhängt. Die Siedlungen sind nach internationalem Recht illegal.

Die EU hatte in der vergangenen Woche Optionen zur Einschränkung des Handels mit den Siedlungen vorgelegt, darunter auch ein Verbot. In Brüssel herrscht allerdings Uneinigkeit darüber, ob ein solcher Schritt die Zustimmung aller 27 Mitgliedstaaten oder lediglich eine qualifizierte Mehrheit erfordern würde. Von Diplomaten hieß es kürzlich, dass die Schlüsselakteure Deutschland und Italien in dieser Frage noch unentschlossen seien.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP

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