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So vergleichen Sie richtig: Steigende Gaspreise: Wechsel kann sich lohnen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerNovember 6, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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So vergleichen Sie richtig Steigende Gaspreise: Wechsel kann sich lohnen

Die steigenden Gaspreise werden auch dieses Jahr wieder viele Haushalte deutlich belasten. (Foto: dpa)

Strom- und Gasverträge gehören jetzt – mehr denn je – in regelmäßigen Abständen auf den Prüfstand. So können Verbraucher sicherstellen, nicht unnötig viel für Energie auszugeben.

Der anhaltende Konflikt zwischen den USA und dem Iran und seine Folgen treiben die Großhandelspreise für Erdgas. Sie haben sich seit Beginn des Konflikts nach Angaben der Zeitschrift „Stiftung Warentest Finanzen“ (Ausgabe 12/2026) beinahe verdoppelt. Ganz so extrem kommen die Gas-Preissteigerung zwar bislang nicht bei Privathaushalten an, aber auch diese sind im selben Zeitraum im Schnitt immerhin um mehr als 50 Prozent gestiegen, hat das Vergleichsportal Verivox berechnet – und zwar von rund 8 Cent pro Kilowattstunde auf etwa 12,50 ct/kWh.

Was können Verbraucherinnen und Verbraucher, die mit Gas heizen, jetzt also tun? Die „Stiftung Warentest Finanzen“ rät zu folgendem Vorgehen:

  • Schritt 1: Prüfen Sie den bisherigen Gasvertrag

    Finden Sie anhand aktueller Rechnungen oder der Vertragsunterlagen heraus, wie lange Ihr bestehender Vertrag noch läuft, wie lange die Preisgarantie gilt und wie hoch Arbeits- und Grundpreis sind. Wenn Laufzeit und Preisgarantie noch viele Monate bestehen, müssen Sie nicht aktiv werden. Sie können einen Anbieterwechsel allerdings oft bereits vier bis sechs Monate vor Vertragsende forcieren.

  • Schritt 2: Stellen Sie Vergleiche an

    Vergleichen Sie den bisherigen Tarif mit anderen verfügbaren, preiswerten Tarifen, die an Ihrem Wohnort verfügbar sind. Gängige Vergleichsportale können helfen. Wählen Sie nur Angebote mit Preisgarantie und ohne Bonus aus. Prüfen Sie zudem die Tarife der örtlichen Stadtwerke, die oft nicht in den Vergleichsportalen gelistet sind.

  • Schritt 3: Schließen Sie einen neuen Vertrag ab

    Enden Vertragslaufzeit oder Preisgarantie bald, kann sich der Abschluss eines neuen Vertrags lohnen – selbst dann, wenn der aktuelle Preis ohne Garantie günstiger wäre als der Neukundenpreis. Denn bis zu einem späteren Vertragsschluss können weitere Preiserhöhungen durchschlagen.

Erhöht der aktuelle Anbieter die Preise, können Kundinnen und Kunden zudem von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen (meist 2-4 Wochen Frist), über das der Versorger informieren muss. Darauf weist die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hin. Zudem muss der Versorger transparent über die Preiserhöhung informieren; andernfalls kann diese unwirksam sein. Die Kündigung sollte schriftlich, etwa per E-Mail oder Brief, erfolgen und explizit auf die Preisänderung Bezug nehmen.

.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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