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Startseite»Nachrichten»Sorge vor Zinserhöhung: Inflationsangst geht an der Wall Street um
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Sorge vor Zinserhöhung: Inflationsangst geht an der Wall Street um

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 19, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Sorge vor ZinserhöhungInflationsangst geht an der Wall Street um

Die Zinsen stehen im Mittelpunkt. (Foto: AP)

Die Hoffnung auf ein schnelles Ende des Iran-Kriegs verfliegt. US-Anleger fürchten eine dauerhaft hohe Inflation, die bei der Fed Zinserhöhungen erzwingen könnte. Nun richten sich alle Augen auf die Quartalszahlen von Nvidia.

Sorgen vor einer hartnäckigen Inflation und die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten haben der Wall Street Verluste eingebrockt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones verlor 0,6 Prozent auf 49.364 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab 0,8 Prozent auf 25.871 Zähler nach und der breit gefasste S&P 500 büßte 0,7 Prozent auf 7354 Stellen ein. Für den S&P 500 und die Nasdaq ist es der dritte Verlusttag in Folge, nachdem Anleger im Anschluss an eine Ende März begonnene Rally weiter Gewinne mitgenommen haben.

Auslöser für die jüngste Zurückhaltung war der Anstieg der Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen auf bis zu 4,687 Prozent – den höchsten Stand seit Januar 2025. Händler fürchten, dass die US-Notenbank die Zinsen weiter anheben könnte, falls die Teuerung hoch bleibt. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte im Dezember stieg laut dem FedWatch-Tool der CME Group auf 15,7 Prozent, verglichen mit 4,7 Prozent in der Vorwoche. „Die Zinsen stehen offensichtlich im Mittelpunkt“, sagte Garrett Melson, Portfoliostratege bei Natixis Investment Managers Solutions. „Es geht nicht wirklich um die Höhe der Zinsen, sondern um die Geschwindigkeit der Veränderung.“ Die Märkte könnten einen langsamen Anstieg verkraften, abrupte Sprünge führten jedoch zu Turbulenzen.

Warten auf Fed-Protokolle

Anleger warten nun auf die am Mittwoch anstehenden Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung, um Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs zu erhalten. Zudem behielten sie den Konflikt zwischen den USA und dem Iran im Blick, der die weitgehende Schließung der wichtigen Ölroute durch die Straße von Hormus zur Folge hatte. Zwar sank der Ölpreis leicht, notierte aber weiter über 110 Dollar pro Barrel. Vor Beginn des Krieges Ende Februar hatte er bei rund 73 Dollar gelegen.

US-Präsident Donald Trump hatte am Montag überraschend erklärt, für Dienstag einen weiteren Militärschlag gegen den Iran geplant zu haben, diesen aber letztlich nicht durchgeführt zu haben. Zur Begründung für die Absage hatte er auf einen neuen Vorschlag des Iran verwiesen. Am Dienstag erklärte Trump jedoch, die USA müssten möglicherweise erneut angreifen. US-Vizepräsident JD Vance sagte, beide Seiten hätten in Gesprächen große Fortschritte gemacht und wollten eine erneute militärische Auseinandersetzung vermeiden. Solange es keine substanzielle Waffenruhe gebe, blieben die Ölpreise und Anleiherenditen hoch und die Nervosität am Markt steige, sagte Michael James, Aktienhändler bei Rosenblatt Securities.

Spannung vor Nvidia-Bilanzen

Bei den Einzelwerten richtete sich die Aufmerksamkeit bereits auf Nvidia. Der führende Anbieter von Chips für Künstliche Intelligenz (KI) wird am Mittwoch nach Börsenschluss seine Quartalszahlen vorlegen. Investoren erhoffen sich davon Aufschluss darüber, ob die Nachfrage nach KI-Technologie stark genug ist, um die hohen Bewertungen im Halbleitersektor zu rechtfertigen. Am Dienstag verloren Nvidia-Papiere knapp ein Prozent.

Aktien von Akamai Technologies gaben nach, nachdem der Cloud-Anbieter die Ausgabe einer Wandelanleihe im Volumen von 2,6 Milliarden Dollar angekündigt hatte. Gefragt waren hingegen defensive Werte aus dem Gesundheitssektor.

Alles Weitere zum heutigen Börsengeschehen finden Sie hier.

Quelle: ntv.de, mau/rts

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