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Startseite»Nachrichten»Studie bestimmt Oberfläche: Wie es auf der fernen Supererde LHS 3844 b aussehen könnte
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Studie bestimmt Oberfläche: Wie es auf der fernen Supererde LHS 3844 b aussehen könnte

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 4, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Studie bestimmt Oberfläche Wie es auf der fernen Supererde LHS 3844 b aussehen könnte

Der Merkur ist mit dunklem Staub bedeckt – eine neue Studie hält es für möglich, dass der Exoplanet LHS 3844 b ähnlich beschaffen ist. (Foto: NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Carnegie Institution of Washington)

Einem Forschungsteam gelingt es, die Oberfläche eines felsigen Exoplaneten näher zu untersuchen. Bei LHS 3844 b handelt es sich um eine sogenannte Supererde. Der Studie zufolge zeigt sie Ähnlichkeiten zu uns vertrauten Himmelskörpern.

Wie genau sieht es eigentlich auf erdähnlichen Exoplaneten weit draußen im All aus? Ein internationales Forschungsteam hat nun die Oberfläche einer sogenannten Supererde untersucht, die in 48,5 Lichtjahren Entfernung von der Erde um den Stern LHS 3844 kreist. Möglich macht es das moderne James-Webb-Weltraumteleskop (JWST).

Der Exoplanet mit dem Namen LHS 3844 b ist ein felsiger Planet und etwa ein Drittel größer als die Erde. Anders als die Erde umkreist er jedoch einen kühlen roten Zwergstern in einer sehr engen Bahn: Eine Umrundung dauert nur 11 Stunden.

„Dank der außerordentlichen Empfindlichkeit des JWST können wir Licht auffangen, das direkt von der Oberfläche dieses fernen Gesteinsplaneten stammt“, sagte Laura Kreidberg, Direktorin des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg und Co-Leiterin der Studie, laut einer Mitteilung. Allerdings handelt es sich bei dieser Supererde keinesfalls um ein Idyll: „Wir ermitteln daraus eine dunkle, heiße und karge Gesteinswelt ohne jegliche Atmosphäre.“

Glühend heiße Tagseite

Denn aufgrund der Nähe zum Stern ist der Exoplanet auch gezeitengebunden – er wendet ihm immer dieselbe Seite zu wie der Mond der Erde. Dadurch wird immer nur eine Seite des Planeten von dem Stern angestrahlt. Die Temperaturen auf der Tagseite liegen im Schnitt bei etwa 725 Grad Celsius.

Allerdings können Forscher die Oberfläche des Planeten nicht direkt beobachten, dafür ist die Auflösung des Weltraumteleskops bei Weitem nicht ausreichend. Die Forscher können jedoch Infrarotstrahlung der heißen Tagseite des Planeten empfangen und analysieren – deren Spektrum lässt Rückschlüsse auf die Beschaffenheit des Planeten zu.

Große Ausgabe von Mond oder Merkur?

Demnach dürfte Exoplanet LHS 3844 b eher einer großen Ausgabe des Mondes oder des Planeten Merkur ähneln, schreiben die Autoren. Deren Oberflächen sind zu weiten Teilen mit einer dunklen Schicht aus Staub bedeckt, sogenannter Regolith. Eine ähnliche Zusammensetzung wie die Erde, mit typischerweise silikatreichen Gesteinen wie Granit, schließt das Team jedoch aus.

Um zu überprüfen, ob der Exoplanet tatsächlich Mond und Merkur ähnelt, wertet das Forschungsteam bereits weitere Beobachtungsdaten des JWST aus, um die Oberflächenbedingungen noch genauer zu bestimmen. Eine spezielle Technik ermögliche, zu erkennen, ob die Oberfläche von massivem Gestein oder Pulver bedeckt ist. „Wir sind zuversichtlich, dass uns dieselbe Technik erlauben wird, die Beschaffenheit der Kruste von LHS 3844 b und künftig auch die anderer Gesteins-Exoplaneten zu klären“, so Kreidberg. Ihre Studie wurde in der Fachzeitschrift „Nature Astronomy“ veröffentlicht.

Quelle: ntv.de, kst

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