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Startseite»Nachrichten»Trainer Riera und Kader floppen: Bei Eintracht Frankfurt geht’s jetzt auch Krösche an den Kragen
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Trainer Riera und Kader floppen: Bei Eintracht Frankfurt geht’s jetzt auch Krösche an den Kragen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 5, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Trainer Riera und Kader floppenBei Eintracht Frankfurt geht’s jetzt auch Krösche an den Kragen

Krösche mit seinem Trainerwagnis Riera. (Foto: IMAGO/Hartenfelser)

Noch vor kurzer Zeit galt Markus Krösche als Top-Manager. Die Krise von Eintracht Frankfurt inklusive einer zweifelhaften Trainer-Verpflichtung hat dieses Image schwer angekratzt. In den verbleibenden 180 Minuten müssen die Adler das große Unglück abwehren, danach kluge Entscheidungen treffen.

Den wichtigen Sieg der Frauen im Stadion am Brentanobad vor Ort mitzuerleben, könnte Markus Krösche wenigstens kurz von seinem Kummer bei den Männern abgelenkt haben. Schließlich ging es kurz zuvor noch darum, ob der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt den Daumen hebt oder senkt. Als in der Einladung zur Pressekonferenz vor dem zweitletzten Spiel einer ziemlich verkorksten Saison dann der Name Albert Riera auftauchte, wurde das allgemein als letzte Chance gewertet, die Krösche seinem schwer angezählten Trainer einräumt.

Doch vor der Partie am Freitag (20.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) bei Borussia Dortmund geht es in der Mainmetropole längst nicht mehr nur um den exzentrischen Coach von der Ferieninsel Mallorca. Dass die Stimmung rund um den hessischen Fußball-Bundesligisten den tiefsten Punkt seit Jahren erreicht hat, wird auch dem vor kurzer Zeit noch als Topmanager der Liga gepriesenen Krösche angelastet. Das 4:1 der Frauen gegen den 1. FC Nürnberg dürfte Krösche am Montagabend deshalb nur kurz entspannt haben.

Der Wind hat sich gedreht

Sollte es die Eintracht – wie von den meisten Experten angesichts der zurückliegenden Leistungen befürchtet – nicht einmal in die Conference League schaffen und damit zum ersten Mal seit fünf Jahren auf der europäischen Bühne fehlen, dürfte es auch für Krösche ungemütlich werden. Nach fünf Jahren bei der Eintracht und trotz eines Vertrags bis 2028 ist der 45-Jährige nicht mehr unumstritten. Wurde noch vor Monaten bei den lokalen Medien fast schon flehentlich gehofft, dass Krösche nicht nach Dortmund oder zu den Bayern wechselt, hat sich der Wind nun gedreht.

„Krösches schiefes Gerüst“ lautete am Montag die Überschrift über dem Kommentar der „FAZ“. Inhaltlich ging es darin um das, was Krösche seit einiger Zeit vorgeworfen wird: Die Verpflichtung Rieras als Nachfolger von Dino Toppmöller am 1. Februar war ein desaströser Fehlgriff und der teuerste Kader der Klubgeschichte ist sein Geld nicht annähernd wert.

Immerhin werden auch die Verdienste Krösches aufgeführt. Unter der Leitung des Ex-Profis hat die Eintracht in den vergangenen fünf Jahren mehr Geld mit Transfers eingenommen als jeder andere Bundesligist – und die Europa League haben die Hessen ganz nebenbei in dieser Zeit auch gewonnen. Auch die eloquenten TV-Auftritte Krösches zuletzt im ZDF-Sportstudio oder im Sport1-Doppelpass hinterließen in der Öffentlichkeit den Eindruck, dass da einer ist, der weiß, was er tut.

Der Druck auf Krösche wird stärker

Doch der Ruhm verblasst zusehends. Krösche stecke „in diesen Tagen in einem kaum aufzulösenden Dilemma“, schrieb die „Frankfurter Rundschau“ am heutigen Dienstag und meinte damit die Zwickmühle, in der Krösche steckt – zwischen dem Eingeständnis seines Fehlgriffs bei Riera und dem Alibi, das er mit einer Entlassung des Trainers den ebenfalls verantwortlichen Profis geben würde.

Krösche hat sich in eine Position gebracht, in der er eigentlich alles nur falsch machen kann. Schließlich könnte ein Festhalten an Riera als Tatenlosigkeit und Resignation am Ende einer missratenen Spielzeit aufgefasst werden. Der Druck von außen auf Krösche ist entsprechend hoch. Bei einer Umfrage des Hessischen Rundfunks votierten 91 Prozent der Befragten für eine Trennung von Riera – entweder sofort oder nach der Saison.

Sollte sich Krösche für einen abermaligen Neustart auf der Trainerbank entscheiden, sollte er diesmal besser richtig liegen. Sonst drohen demnächst womöglich Umfragen über seinen Verbleib.

Quelle: ntv.de, sue/sid

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