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Startseite»Politik»Trauer und Fassungslosigkeit nach Schwertangriff in Schweden
Politik

Trauer und Fassungslosigkeit nach Schwertangriff in Schweden

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 22, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 22.08.2026 • 13:23 Uhr

Der Angriff an einer Schule schockiert Schweden. Ein 18-Jähriger hatte gestern mit einem Schwert eine Schülerin getötet und mehrere verletzt. Der Täter soll frühere Schulmassaker verherrlicht haben.

Christian Stichler

Am Morgen danach ist der Campus der Brinellskolan im schwedischen Fagersta noch immer abgesperrt. Polizeiwagen sind zu sehen. Auf einer Rasenfläche brennen seit dem Abend Kerzen – und es werden immer mehr.

In der Nacht sind zwei 16-jährige Schülerinnen an den Platz gekommen, Elsa und Lena. In einem Gespräch mit dem schwedischen Fernsehen bringen sie ihre Fassungslosigkeit zum Ausdruck. „Das ist schrecklich, dass so etwas in Fagersta passiert. Und das besonders Schlimme ist: Wir kennen die Leute.“

Seit dem Morgen steht fest: Bei dem Todesopfer handelt es sich um eine 17-jährige Schülerin. Das haben die Eltern der jungen Frau einer lokalen Zeitung bestätigt.

„Das Schlimmste ist: Wir kennen die Leute“. Trauer nach dem Schwertangriff in Fagersta.

„Das ist so traurig“

Das Schuljahr hatte gerade erst angefangen. Hier kenne jeder jeden, sagt Lena im Interview mit der schwedischen Reporterin.

Der erste Jahrgang im Gymnasium habe gerade erst einen Teambuilding-Kurs gemacht, so Lena. „Einige von uns wollten dafür noch etwas aus der Schule holen – und dann hat jemand hier sein Leben verloren. Das ist so traurig.“

Täter soll Massaker verherrlicht haben

Auf der Pressekonferenz am Freitagabend hatte die Polizei relativ wenig über den Täter öffentlich gemacht. Dieser war mit einem Schwert bewaffnet am frühen Nachmittag in die Schule eingedrungen. Neben der toten 17-Jährigen wurden zwei Schüler schwer verletzt, einer leicht.

Die Polizei nahm den Täter fest. Bekannt ist, dass es sich um einen 18-Jährigen handelt, der offenbar selbst einmal auf die Schule gegangen war. Nach schwedischen Medienberichten soll er kurz vor der Tat ein Schwert auf seinem TikTok-Konto gepostet haben. Das Konto ist mittlerweile gesperrt.

Außerdem soll er auf seinem Account verschiedene Schulmassaker verherrlicht haben. Bekannt ist auch, dass der Täter als Jugendlicher schon einmal wegen eines gewalttätigen Angriffs auf einen Schüler verurteilt worden war.

Serie von Gewalttaten an schwedischen Schulen

Das Attentat von Donnerstag reiht sich ein in eine Serie von schweren Gewalttaten an schwedischen Schulen. Erst im Februar vergangenen Jahres waren bei einem Amoklauf in Örebro elf Schüler getötet und 15 verletzt worden.

Man müsse noch mehr tun, räumte deshalb auch Justizminister Gunnar Stremmer in einem Radiointerview ein. „Wir haben eine ganze Menge unternommen seit der schrecklichen Tat von Örebro“, so Stremmer. Aber offenbar müsse noch mehr getan werden – „auch wenn das immer gegenüber der Einschränkung anderer Interessen abgewogen werden muss“. Die Schule müsse zuallererst ein sicherer Platz für alle Schülerinnen und Schüler sein.

Regierungschef Ulf Kristersson äußerte sich bestürzt über die Tat und sagte einen Wahlkampfauftritt ab. Ähnlich äußerte sich König Carl XVI. Gustaf. Er verstehe, dass Schüler, Eltern und Lehrer nicht nur in Fagersta, sondern im ganzen Land besorgt seien. Seine Gedanken seien bei den Opfern und deren Angehörigen.

Parlamentswahlen in drei Wochen

Das Attentat in der mittelschwedischen Kleinstadt überschattet auch den Wahlkampf im Land. In drei Wochen, am 13. September, wird ein neues Parlament gewählt. Parallel dazu finden Regional- und Kommunalwahlen statt.

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Dr. Heinrich Krämer
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