Wieder einmal droht US-Präsident Trump Iran. Doch diesmal könnte tatsächlich eine der größten Angriffswellen bevorstehen, berichten US-Medien. Irans Revolutionsgarde will schon Pläne für einen Gegenschlag haben.
US-Präsident Donald Trump hat Iran mit heftigen Angriffen auf die Infrastruktur gedroht. Man werde das Land „hart angehen“, sagte Trump bei einer Kabinettssitzung. Irgendwann werde die Führung in Teheran sagen: „Das halten wir einfach nicht mehr aus.“
Tatsächlich berichten mehrere Medien, dass die USA kurz vor dem Beginn einer der größten Angriffswellen auf Iran stehen soll. Diese könnten bereits an diesem Wochenende starten, berichtete etwa CBS News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Auch Israel könne dabei wieder in den Krieg einsteigen. Nach Angaben des Wall Street Journals hat Trump bereits neue und mehrtägige Angriffe befohlen. Allerdings schränkt die Zeitung ein: Er könnte seine Meinung noch bis zur letzten Minute ändern.
Auch Iran droht
Iran reagierte auf die Berichte – und drohte mit Gegenschlägen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Golfstaaten. Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf Sicherheitskreise meldete, gebe es einen umfassenden Plan.
Die Luftabwehr der Golfstaaten konnte bislang viele ballistische Raketen Irans abschießen – zuletzt wuchs aber die Sorge, dass die Vorräte an Luftabwehrraketen insbesondere für das „Patriot“-System zur Neige gehen könnten. Auch die US-Bestände sind inzwischen deutlich geschrumpft. Sollten Iran neue Schläge auf die Energieinfrastruktur der Golfstaaten gelingen, dürften die Weltmarktpreise für Öl und Gas weiter steigen.
Die USA und Iran hatten Mitte Juni ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das binnen 60 Tagen zu einem vollständigen Friedensabkommen führen sollte. Mitte Juli nahmen die USA die Angriffe aber wieder auf. an attackierte daraufhin erneut Ziele in Ländern der Region.
Tanker attackiert
Zuletzt hat die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO den Beschuss zweier Tanker vor der Küste Omans gemeldet. Ein Tanker sei von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Das Schiff war demnach manövrierunfähig. Im zweiten Fall habe der Kapitän eines Tankers 21 Seemeilen nordöstlich von Khasab von einer Wasserfontäne und einer Explosion in unmittelbarer Nähe seines Schiffes berichtet. Auch Schäden seien gemeldet worden.
