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Umfrage zeigt klare Tendenz: Toleranz für queere Menschen lässt weltweit nach

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 9, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Umfrage zeigt klare TendenzToleranz für queere Menschen lässt weltweit nach

Im Juni feiern Menschen weltweit die Vielfalt queeren Lebens. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Weltweit bröckelt die Akzeptanz für queere Menschen. Auch in Deutschland sinkt die Zustimmung deutlich – und das ausgerechnet im Pride Month. Ein alarmierender Trend mit gesellschaftlicher Sprengkraft.

International sinkt einer Umfrage zufolge die gesellschaftliche Zustimmung für queer lebende Menschen. Einer internationalen Ipsos-Studie zufolge sagen nur noch 49 Prozent, queere Menschen sollten offen mit ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität umgehen – ein Rückgang um sechs Prozentpunkte im Vergleich zu 2021. Lediglich 66 Prozent befürworten weltweit die Ehe oder rechtliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren, das waren acht Prozentpunkte weniger als vor fünf Jahren.

Das Markt- und Meinungsforschungsunternehmen hatte die Studie „Ipsos LGBT+ Pride Report 2026“ in 26 Ländern anlässlich des Pride Month erhoben – ein Monat im Zeichen der Rechte für lesbische, schwule, bisexuelle, Trans- und queere Menschen. Befragt wurden vom 24. April bis 8. Mai insgesamt 19.019 Personen, in Deutschland waren es 1000 Menschen im Alter von 16 bis 74 Jahren.

In 16 der 26 befragten Länder ist laut Ipsos die Internetdurchdringung so hoch, dass die Stichproben als repräsentativ für die Gesamtbevölkerung in den untersuchten Altersgruppen angesehen werden können. Die höchsten Zustimmungswerte für queere Menschen misst Ipsos in Spanien und Thailand. 

Negativtrends auch in Deutschland 

Auch für Deutschland zeigt die Studie nachlassende Zustimmungswerte. Zwar befürworten 74 Prozent der Deutschen den Schutz von Lesben, Schwulen und Bisexuellen vor Benachteiligungen am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche und beim Zugang zu Dienstleistungen. Entsprechende Gesetze zum Verbot von Diskriminierung unterstützen aber nur 45 Prozent. Beide Werte lagen im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozentpunkte niedriger. 

Um einen Punkt auf 70 Prozent gesunken ist in Deutschland die Zustimmung zur Ehe für alle. 44 Prozent und damit weniger als die Hälfte der Deutschen halten es laut Studie für richtig, dass queere Personen hinsichtlich sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität offen leben – ein Minus von 2 Prozentpunkten gegenüber 2025. Damit liegt Deutschland Ipsos zufolge im internationalen Vergleich im hinteren Drittel – noch hinter Ländern wie Irland (59 Prozent), den USA (49) oder Polen (45) sowie dem internationalen Durchschnitt (49).

Quelle: ntv.de, sba/dpa

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