John Bolton, Ex-Sicherheitsberater von US-Präsident Trump, hat den unsachgemäßen Umgang mit Geheimdokumenten eingeräumt und sich schuldig bekannt. Das Strafmaß wird im Oktober verkündet. Ein Deal könnte eine Haftstrafe verhindern.
Der frühere Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, hat vor Gericht die unsachgemäße Aufbewahrung geheimer Dokumente eingeräumt. Im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Justizministerium bekannte sich Bolton in einem von 18 Anklagepunkten schuldig, wodurch ihm eine Gefängnisstrafe erspart bleiben könnte. Sicher ist das aber erst, wenn Ende Oktober das Strafmaß in dem Prozess verhängt wird.
Bolton, der zu einem scharfen Kritiker Trumps wurde, war vergangenes Jahr angeklagt worden, weil er geheime Regierungsunterlagen zu Hause aufbewahrt hatte. Zudem soll er Familienmitgliedern tagebuchähnliche Aufzeichnungen zugänglich gemacht haben, als er seine Memoiren über die Zeit in der Regierung verfasste.
Weißes Haus versuchte Buch zu verhindern
Bolton war mehr als ein Jahr lang in Trumps erster Amtszeit tätig, bis er 2019 entlassen wurde und sich öffentlich gegen den Präsidenten stellte. 2020 veröffentlichte er das Buch „Der Raum, in dem alles geschah“. Das Weiße Haus versuchte, die Veröffentlichung zu verhindern und begründete dies mit der Gefahr, dass dadurch vertrauliche Informationen publik werden könnten.
Bolton wies das stets zurück. Die Vorwürfe gegen ihn beziehen sich auch nicht auf das Buch, sondern auf Notizen, die er an seine Frau und Tochter weitergab.
Bolton könnte Haftstrafe umgehen
Seine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft sieht vor, dass eine mögliche Haftstrafe fünf Jahre nicht überschreiten darf. Der Richter kann auch ganz darauf verzichten, könnte sich theoretisch aber auch für eine längere Gefängnisstrafe entscheiden.
Sollte er das tun oder eine Geldstrafe von mehr als 2,25 Millionen Dollar verhängen, kann Bolton sein Schuldeingeständnis gemäß der Vereinbarung wieder zurückziehen.
