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Startseite»Nachrichten»Unfälle vermeiden: So wird’s auf der SUP-Tour nicht gefährlich: Acht Tipps
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Unfälle vermeiden: So wird’s auf der SUP-Tour nicht gefährlich: Acht Tipps

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 31, 2026Keine Kommentare5 Minuten Lesezeit
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Unfälle vermeidenSo wird’s auf der SUP-Tour nicht gefährlich: Acht Tipps

Windvorhersage gecheckt? Wer auf SUP-Tour gehen will, sollte das vorher unbedingt tun.

Kräftiger Gegenwind oder das Board hängt im Schilf fest: Dann ist der Ausflug auf dem SUP plötzlich nicht mehr so entspannt. Was Wassersport-Freunde beachten und vor jeder Tour einpacken sollten.

Entspannt auf dem Board übers Wasser gleiten und die Natur genießen: Freunde des Stand-up-Paddlings (SUP) lieben genau das an dem Outdoor-Sport.

Doch diese Idylle kann auch kippen. Und zwar, wenn das Board es tut und man sich – mit womöglich aufgeheiztem Körper – im eher kühlen Wasser wiederfindet. „Dann kann es zu einem Kälteschock mit Bewusstlosigkeit kommen“, warnt Patrick Ruffing von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

Ein weiteres Muster, das jedes Jahr zu Rettungseinsätzen führt: „Menschen paddeln mit dem SUP auf die Mitte eines Sees hinaus, unterschätzen den Gegenwind auf dem Rückweg, kommen nicht mehr voran – und ihnen geht irgendwann die Kraft aus.“ Tückisch kann auch die Strömung fließender Gewässer werden. Mit diesen acht Tipps bleibt es sicher:

1. Verpassen Sie Ihrem Board Ihren Namen

Sie haben sich ein SUP-Board zugelegt? Ein wichtiger Handgriff vor der ersten Tour ist dann, es mit Ihrem Namen, mit Kontaktdaten und Adresse zu kennzeichnen. Das geht mit wasserfestem Stift, Klebeetikett oder Anhänger.

Diese Sicherheitsmaßnahme macht im Ernstfall einen großen Unterschied: Wird ein herrenloses Board auf dem Wasser oder am Ufer entdeckt, kann ein Anruf klären, ob beim Besitzer alles im grünen Bereich ist – oder ob eine Suchaktion nötig ist, so Lebensretter Ruffing.

Und noch ein Sicherheitstipp: sich bei einer Person, die an Land bleibt, abmelden – und nach der Rückkehr wieder anmelden.

2. Tragen Sie eine Schwimmweste

Kommt es bei einem Sturz oder Sprung ins Wasser zu einem Kälteschock mit Bewusstlosigkeit, helfen selbst die besten Schwimmkenntnisse nicht. „Dann ist eine Rettungsweste quasi Ihre Lebensversicherung“, sagt Patrick Ruffing.

Wichtig ist daher, dass die Schwimmweste ohnmachtssicher ist, „also Auftrieb gibt, sodass der Kopf über Wasser bleibt und man es nicht einatmen kann“, erklärt der DLRG-Experte. Eine geeignete Weste mit 50 N Auftrieb ist an der Bezeichnung „DIN EN ISO 12402-5“ zu erkennen.

Mehr Sicherheit kann zudem eine geeignete Sicherheitsleine geben, die sich an Fußgelenk oder Rettungsweste befestigen lässt. Ist man allerdings auf dem Fluss unterwegs, gehört die Leine laut der DLRG nicht an den Fuß. Es besteht die Gefahr, dass man sich bei einem Sturz ins Wasser durch die Strömung etwa in umgekippten Baumstämmen verfängt und unter Wasser gezogen wird.

3. Lassen Sie sich den richtigen Umgang mit dem Board zeigen

Wer sich das erste Mal auf ein SUP stellt, merkt oft: Hui, das ist wackeliger als erwartet. Wer in den Outdoor-Sport einsteigt, sollte sich wichtige Techniken und Verhaltensregeln einmal von jemandem erklären lassen, der sich richtig gut beim SUP auskennt.

Übrigens: Nichtschwimmer gehören gar nicht aufs SUP-Board.

4. Planen Sie Ihre Tour gut

Auf dem Board ist man dem Wetter ausgeliefert, daher sollte man unbedingt checken, ob Regen, Wind oder sogar Gewitter zu erwarten sind, rät Patrick Ruffing. Und auch mit der Route sollte man sich vorab beschäftigen. Generell gilt: Schifffahrtswege und Schleusen sind tabu. Über Befahrungsregeln, die auf Gewässern gelten, kann man sich auf der Webseite des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) informieren.

Stichwort Wind: Damit die Kräfte nicht ausgehen, rät die DLRG, die Tour gegen den Wind zu starten. Dann kann man sich auf dem Rückweg, wenn die Arme schon etwas müde sind, über Rückenwind freuen.

5. Vergessen Sie Ihr Handy nicht

Nicht nur für Erinnerungsfotos: Das Handy dabeizuhaben, zahlt sich auch dann aus, wenn man Hilfe rufen muss. Damit das Smartphone selbst nicht in Seenot gerät, sollte man es mit einer wasserfesten Hülle schützen oder es in einer Drybag verstauen.

Weiterer Tipp von Patrick Ruffing, um im Notfall auf sich aufmerksam machen zu können: „Taschenlampe und Pfeife einpacken.“

6. Schützen Sie sich vor der Sonne

Auf dem Wasser kann man Schatten lange suchen. Knallt die Sonne stundenlang auf Kopf und Körper, kann das – wenn der Schutz fehlt – nicht nur zu fiesen Sonnenbränden führen, sondern auch zu Sonnenstichen. Also: „Cap mitnehmen, großzügig Sonnencreme auftragen, vielleicht sogar ein UV-Shirt anziehen“, rät Ruffing. Außerdem nicht vergessen: Genug Wasser einpacken.

7. Nehmen Sie Rücksicht auf andere – und die Natur

Ähnlich wie im Straßenverkehr gilt auch auf dem Wasser: Man hält sich rechts – und weicht auch nach rechts aus, wenn einem ein anderes Boot oder ein SUP entgegenkommt. „Von Uferbereichen wie Schilfzonen sollte man sich fernhalten“, so Patrick Ruffing. Und zwar nicht nur, weil dort Vögel brüten können, sondern auch, weil man sich darin mit dem SUP verfangen kann.

8. Bewahren Sie im Notfall Ruhe

Strömung oder Gegenwind sind so stark, dass Sie nicht wegkommen, die Kräfte schwinden? „Keine Scheu, so frühzeitig wie möglich Rettungskräfte zu alarmieren“, stellt der DLRG-Experte klar. Um etwas Kraft zu schöpfen, kann man sich auch kurz auf das Board setzen oder knien.

ZUR PERSON: Patrick Ruffing hat an den Sicherheitsregeln zum Stand-up-Paddling mitgearbeitet. An ihnen waren neben der DLRG, auch der Deutsche Kanu-Verband, die DRK-Wasserwacht und der Verband Deutscher Wassersport Schulen beteiligt.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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