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Startseite»Politik»US-Gericht verlängert Stopp für Warner-Übernahme durch Paramount
Politik

US-Gericht verlängert Stopp für Warner-Übernahme durch Paramount

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 24, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 24.07.2026 • 09:50 Uhr

Die milliardenschwere Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount verzögert sich weiter. Ein US-Gericht hat den vorläufigen Stopp bis Mitte August verlängert und prüft eine Klage mehrerer Bundesstaaten.

Die geplante Übernahme des Medienkonzerns Warner Bros. Discovery durch Paramount verzögert sich weiter. Eine Bundesrichterin verlängerte den vorläufigen Stopp des etwa 110 Milliarden Dollar schweren Geschäfts bis zum 17. August. In dieser Zeit will das Gericht über den Antrag mehrerer US-Bundesstaaten auf eine einstweilige Verfügung entscheiden.

Zwölf Bundesstaaten wollen den Zusammenschluss dauerhaft verhindern. Sie sehen die Gefahr, dass Paramount und Warner gemeinsam eine zu starke Stellung auf dem Markt für Filme erlangen und dadurch den Wettbewerb sowie Kinos benachteiligen.

Behörden kommen zu unterschiedlichen Bewertungen

Nach Einschätzung der Richterin haben die Kläger diese Bedenken zunächst ausreichend begründet, sodass der Vollzug der Übernahme vorerst ausgesetzt bleibt. Sie legte die Übernahme deshalb am Montag auf Eis – eigentlich für zwei Wochen. Nun erhöhte sich diese Zeit per Gerichtsbeschluss jedoch um weitere zwei Wochen.

Während das Verfahren vor Gericht läuft, haben die Wettbewerbsbehörden den Deal unterschiedlich bewertet. Das US-Justizministerium hatte die Übernahme ohne Auflagen genehmigt. Laut Medienberichten billigte die Führung des US-Justizministeriums den Deal, bevor die zuständigen Fachjuristen ihre Empfehlung abgegeben hatten.

EU-Kommission billigte die Übernahme

Auch die EU-Kommission gab grünes Licht. Sie stellte fest, dass es im Bereich der Filmproduktion trotz einer Übernahme genügend Wettbewerber im Europäischen Wirtschaftsraum geben wird.

Beim Vertrieb von Filmen sah die Behörde aber eine zu hohe Marktkonzentration. Daher machte sie es zur Auflage, dass Paramount seine Anteile am Filmvertriebsunternehmen United International Pictures (UIP) aufgibt. UIP ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Paramount und Universal, das Filme an Kinobetreiber vertreibt. Zudem dürfe das Unternehmen in den nächsten zehn Jahren keine ähnliche Kooperation mit Universal im Bereich des Europäischen Wirtschaftsraums eingehen.

Auch politisch umstritten

Die Übernahme sorgt auch aus politischen Gründen für Diskussionen. Zu Warner Bros. Discovery gehört der Nachrichtensender CNN. Kritiker befürchten, dass dessen redaktionelle Unabhängigkeit unter dem neuen Eigentümer leiden könnte.

Hinter Paramount steht die Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer von US-Präsident Donald Trump gilt. Trump hatte mehrfach erklärt, ihm sei ein Eigentümerwechsel bei CNN wichtig.

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