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Startseite»Nachrichten»US-Senator starb mit 71: Grahams Büro gibt Todesursache bekannt
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US-Senator starb mit 71: Grahams Büro gibt Todesursache bekannt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 13, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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US-Senator starb mit 71Grahams Büro gibt Todesursache bekannt

Lindsey Graham starb an einem Riss in der Haptschlagader. (Foto: picture alliance / AdMedia)

Lindsey Graham ist gerade erst aus Kiew zurückgekehrt, als der einflussreiche US-Republikaner völlig überraschend verstirbt. Nach der gerichtsmedizinischen Untersuchung nennt sein Büro Details.

Der langjährige republikanische Senator und Trump-Verbündete Lindsey Graham ist an den Folgen einer Gefäßerkrankung gestorben. Der Gerichtsmediziner habe als vorläufige Todesursache einen Riss in der Hauptschlagader infolge einer Herzerkrankung festgestellt, teilte sein Büro mit. Der 71-Jährige war am Samstagabend (Ortszeit) völlig unerwartet verstorben, nach „kurzer und plötzlicher Krankheit“, wie es zunächst hieß.

Laut NBC News waren Rettungssanitäter wegen eines Herzstillstands in Grahams Washingtoner Wohnung im Einsatz. Mehrere Medien berichteten über entsprechende Funkmitschnitte des beteiligten Rettungsdienstes.

Wie überraschend sein Tod kam, macht nicht zuletzt sein voller Terminkalender deutlich. Gerade schüttelte er noch dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew die Hand, für Sonntag war ein Interview im US-Fernsehen geplant. Bei den wichtigen Zwischenwahlen im November wollte Graham für eine fünfte Amtszeit im Senat antreten. US-Präsident Donald Trump hatte ihm dafür seine „uneingeschränkte und volle Unterstützung“ ausgesprochen.

Merz: Graham war „ein echter Freund und Partner Deutschlands“

„Senator Lindsey Graham, einer der großartigsten Menschen und Senatoren, die ich je gekannt habe, ist gestorben!“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social, kurz nachdem sich die Nachricht in der US-Nacht verbreitet hatte. „Er war immer am Arbeiten und war ein wahrer amerikanischer Patriot. Lindsey wird uns sehr fehlen!!!“ Zu Ehren des verstorbenen Senators sollen die US-Flaggen Trump zufolge bis Samstag auf halbmast gesetzt werden.

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich betroffen. Graham sei ein echter Freund und Partner Deutschlands im transatlantischen Bündnis gewesen, schrieb der CDU-Politiker in Englisch auf X. „I will miss him.“ („Ich werde ihn vermissen“), fügte Merz hinzu. Graham war häufig bei der Münchner Sicherheitskonferenz zu Gast. Im Februar trat er am Rande der Konferenz bei einer Großveranstaltung der iranischen Exil-Opposition auf. Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, erklärte auf X, er sei „traurig“ über die Nachricht von Grahams Tod.

Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gehörte Graham zu den Republikanern, die sich für ein stärkeres Vorgehen gegen Russland einsetzten. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha zeigte sich erschüttert über Grahams Tod und erklärte, dessen Führungsstärke, Überzeugung und sein unerschütterliches Engagement für die Ukraine würden niemals in Vergessenheit geraten. Der jüngste Ukraine-Besuch sei Grahams Zehnter während des Krieges gewesen, erklärte Präsident Selenskyj und würdigte den Senator, der ein wahrhaftiger Verteidiger der Freiheit gewesen sei. Er werde den Austausch mit ihm vermissen. 

Der israelische Ministerpräsident Netanjahu würdigte Graham als „großen Freund Israels und mir sehr lieben persönlichen Freund“. Graham habe „verstanden, dass die Sicherheit Israels und Amerikas untrennbar miteinander verbunden“ seien und „sein Leben der Verteidigung Amerikas, der Stärkung unseres Bündnisses und dem Einsatz für die freie Welt gewidmet“.

Quelle: ntv.de, ino/AFP/dpa

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