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Startseite»Politik»US-Sondergesandte Witkoff und Kushner treffen Putin in Moskau
Politik

US-Sondergesandte Witkoff und Kushner treffen Putin in Moskau

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 5, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 05.09.2026 • 22:42 Uhr

Mit einer „Idee für den Frieden“ sind die US-Sondergesandten Witkoff und Kushner nach Russland gereist und dort von Präsident Putin empfangen worden. Details des Friedensplans bleiben unbekannt – als nächstes wird er in Kiew vorgestellt.

In Moskau sind die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner mit Russlands Präsident Wladimir Putin zusammengekommen. Trump zufolge sind die beiden mit einem Vorschlag zur Beendigung des Ukraine-Kriegs nach Russland gereist. Einzelheiten des Gesprächs im Kreml wurden nicht bekannt. Trump hatte zuvor lediglich gesagt, man habe „eine Idee für den Frieden“ und nannte Kushner und Witkoff „zwei großartige Verhandler“.

Im russischen Staatsfernsehen war zu sehen, wie Putin die beiden Sondergesandten in einer großen Halle im Kreml begrüßte und Worte der Dankbarkeit an den US-Präsidenten richtete. Kontakte zwischen Moskau und Washington seien stets vorteilhaft, so Putin – Russland schätze die Zusammenarbeit. Zugleich räumte er ein, dass die Situation nicht einfach sei. Der russische Präsident versicherte, Russland werde alles in seiner Macht Stehende tun, um die Sicherheit der Vermittler zu gewährleisten – auch in Kiew, wo Witkoff und Kushner am Sonntag erwartet werden.

Weiterflug nach Kiew

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist es das erste Mal, dass beide die ukrainische Hauptstadt besuchen. Laut Selenskyj ist geplant, dass sie mit dem Flugzeug nach Kiew kommen – dies ist höchst ungewöhnlich, weil der ukrainische Luftraum seit dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 gesperrt ist und andere westliche Politiker bisher immer im Zug nach Kiew reisten.

Um eine sichere Anreise zu gewährleisten, hatte Selenskyj eine Feuerpause vorgeschlagen. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte später, Russland werde ab Sonntag seine Angriffe auf Kiew für drei Tage aussetzen.

Jüngste Angriffe auf Flughäfen

Vor der Ankündigung Peskows hatte das russische Militär jedoch die Flughäfen Schuljany und Boryspil in Kiew beschossen, sagte Präsident Selenskyj. Auch in der ostukrainischen Region Dnipro gab es einen russischen Angriff. Fünf Menschen seien bei dem Beschuss eines Stahlwerks getötet worden, teilte der Stahlproduzent Metinvest mit. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, seine Truppen hätten zwei Betriebe angegriffen, die „wichtige Lieferanten von Metallprodukten für die ukrainische Rüstungsproduktion“ seien.

Russland meldete ebenfalls Angriffe, 53 ukrainische Drohnen seien abgeschossen worden. In der von Russland kontrollierten ukrainischen Region Luhansk wurden innerhalb von 24 Stunden fünf Menschen getötet, sagte Leonid Pasetschnik, der von Russland eingesetzte Gouverneur in dem besetzten Gebiet. Weder die ukrainischen noch die russischen Angaben zu den Opferzahlen lassen sich derzeit unabhängig überprüfen.

Skepsis in der Ukraine

Unklar ist, wie groß die Chancen für einen Erfolg der Reise sind. Der frühere ukrainische Außenminister Wadim Prystajko ist wenig optimistisch. „Wir hätten sie hier schon früher erwartet. Doch derzeit gibt es eigentlich nicht viel zu besprechen“, sagte der Politiker. „Russland hält an der Vorbedingung fest, annektierte ukrainische Gebiete als russisch anzuerkennen.“ Das sei für die Ukraine nicht hinnehmbar.

Prystajko sagt, er glaube, dass Russland weiter auf Zeit spielt. „Die Russen könnten bereits auf die nächste US-Regierung setzen. Bis dahin müssen sie aber die jetzige bei Laune halten.“ Die Gespräche mit Witkoff und Kushner könnten dazu dienen.

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