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Startseite»Nachrichten»Viele bei Zwischenstopp von Bord: Behörden suchen weltweit nach Hantavirus-Kontaktpersonen
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Viele bei Zwischenstopp von Bord: Behörden suchen weltweit nach Hantavirus-Kontaktpersonen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 7, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Viele bei Zwischenstopp von BordBehörden suchen weltweit nach Hantavirus-Kontaktpersonen

Bisher wurden drei Personen von dem Schiff evakuiert. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Das Kreuzfahrtschiff machte vor dem Ausbruch des Hantavirus einen Halt im Atlantik. Mittlerweile ist klar, wie viele Menschen die „MV Hondius“ dort ungefähr verlassen haben. Weitere Verdachtsfälle werden getestet.

Nach einem tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ suchen Behörden weltweit nach Kontaktpersonen. Ziel ist es, eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Drei Menschen starben bislang, darunter ein Deutscher und ein niederländisches Ehepaar. Bei acht weiteren Personen besteht der Verdacht, dass sie sich mit dem Virus infiziert haben, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte.

Etwa 40 Passagiere hatten das Schiff nach Angaben der niederländischen Regierung bei einem Zwischenstopp auf der Insel St. Helena verlassen, bevor der Ausbruch gemeldet wurde. Nach Angaben des Veranstalters Oceanwide Expeditions waren 29 Passagiere von Bord gegangen. Der Aufenthaltsort vieler dieser Reisenden ist unklar. Die Passagiere kamen den Angaben zufolge aus etwa 12 Ländern, darunter war auch ein Deutscher. Der Veranstalter hat nach eigenen Angaben alle Passagiere informiert.

Nach Angaben des niederländischen Außenministeriums leiten nun die Gesundheitsbehörden Großbritanniens gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation WHO die Untersuchung, ob Passagiere mögliche Symptome aufweisen. Das Schiff fährt unter niederländischer Flagge. Daher ist auch das Land für die Lage an Bord zuständig.

Weitere Symptome

Zu den von Bord gegangenen Passagieren zählte die Frau des auf dem Schiff verstorbenen Niederländers. Sie erkrankte später selbst und starb, nachdem sie in Johannesburg wegen ihres schlechten Gesundheitszustands aus einem Flugzeug der Fluggesellschaft KLM geholt worden war.

Dem Sender RTL zufolge wurde nun eine Flugbegleiterin, die Kontakt zu der Frau hatte, mit möglichen Symptomen in ein Krankenhaus in Amsterdam eingeliefert. Das niederländische Gesundheitsministerium bestätigte, dass eine Frau im Krankenhaus auf das Virus getestet werde. KLM lehnte eine Stellungnahme zu Einzelfällen aus Datenschutzgründen ab.

Drei Patienten evakuiert

Die „MV Hondius“ steckte zunächst vor der Küste der Kapverden fest. Eigentlich sollten sie das Endziel sein, doch der Inselstaat verweigerte den Passagieren wegen des Ausbruchs den Landgang. Am späten Mittwochabend nahm das Schiff mit fast 150 Menschen an Bord Kurs auf die Kanarischen Inseln, die zu Spanien gehören. Es soll am Sonntag Teneriffa erreichen, teilte die EU-Gesundheitsbehörde ECDC mit.

An Bord zeige derzeit niemand Symptome. Nach der Ankunft sollen alle gesunden ausländischen Staatsbürger in ihre Heimatländer zurückgebracht werden. Die 14 spanischen Passagiere müssen in einem Militärkrankenhaus in Madrid in Quarantäne. Am Mittwoch waren drei Patienten von Bord evakuiert worden. Einer von ihnen wurde zur medizinischen Versorgung nach Deutschland gebracht, die beiden anderen in die Niederlande.

Bei dem Erreger handelt es sich um den sogenannten Anden-Stamm des Hantavirus. Dieser kann durch sehr engen Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen werden. Experten betonen jedoch, dass eine solche Ansteckung sehr selten ist. Dennoch sind die Gesundheitsbehörden alarmiert. Das argentinische Gesundheitsministerium kündigte an, in der südlichen Stadt Ushuaia, dem Startpunkt der Kreuzfahrt, Nagetiere zu fangen und zu untersuchen. In Frankreich steht ein Bürger unter Beobachtung, der Kontakt zu einer erkrankten Person hatte, wie Außenminister Jean-Noel Barrot erklärte. Die US-Gesundheitsbehörde CDC beobachtet ihrerseits die Lage, schätzt das Risiko für die US-Bevölkerung jedoch als äußerst gering ein.

Quelle: ntv.de, raf/rts/dpa

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