Aktuell kursiert in sozialen Netzwerken ein Bild, das Esther Sedlaczek und Bastian Schweinsteiger während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zeigen soll. Die Aufnahme wird als echter TV-Moment präsentiert, obwohl sie mit den Originalbildern der Sendung nicht übereinstimmt.
Die Behauptung ist falsch. Vergleichbare Originalaufnahmen aus der ARD-Berichterstattung zeigen Sedlaczek mit geschlossenem grauen Sakko. Das viral verbreitete Bild wurde sichtbar verändert und sexualisiert.
Originalaufnahmen widersprechen dem Bild
Ausgangspunkt der Behauptung ist ein Bild, das seit Sedlaczeks erstem WM-Einsatz am 12. Juni 2026 verbreitet wird. Darauf erscheint die Moderatorin mit deutlich verändertem Erscheinungsbild und einem tiefen Dekolleté.
Mehrere Medien dokumentierten die Moderation aus dem Stadion in Toronto. Auf diesen Aufnahmen trägt Sedlaczek jedoch ein geschlossenes graues Sakko. Die Kleidung und Teile des Erscheinungsbildes weichen klar von der viralen Version ab.
Auffällig ist zudem, dass sich die Veränderungen nahezu ausschließlich auf die Moderatorin beziehen. Bei Schweinsteiger sind keine vergleichbaren Manipulationen erkennbar. Das spricht dafür, dass das Bild gezielt verändert wurde, um eine sexualisierte Darstellung zu erzeugen.
Die Veränderung ist eindeutig erkennbar
Für die Echtheit eines Fotos wäre zu erwarten, dass es sich in anderen Bildquellen, Sendungsmitschnitten oder Pressefotos wiederfindet. Dafür gibt es jedoch keine Hinweise.
Stattdessen zeigen die verfügbaren Originalaufnahmen (HIER oder HIER) eine andere Darstellung derselben Moderationssituation. Die Abweichungen betreffen nicht kleine Details, sondern zentrale Bildmerkmale wie Kleidung und Körperdarstellung.
Damit fehlt jede Grundlage für die Behauptung, das virale Bild zeige einen authentischen Moment aus der WM-Berichterstattung.
Frauen sind besonders häufig betroffen
Manipulierte und sexualisierte Darstellungen treffen Frauen im Netz überdurchschnittlich häufig. Dabei werden reale Fotos verändert oder Personen in veränderten Bildversionen dargestellt, ohne dass sie dem zugestimmt haben.
Solche Inhalte wirken oft glaubwürdig, weil sie an reale Ereignisse anknüpfen. Im vorliegenden Fall wurde eine echte Moderationssituation genutzt, um eine verfälschte Version zu verbreiten.
Wer auf entsprechende Inhalte stößt, sollte prüfen, ob Originalaufnahmen verfügbar sind. Plattformen bieten zudem Meldefunktionen für manipulierte Inhalte oder Falschinformationen an.
FAQ zum Thema: Esther Sedlaczek und das WM-Foto
Ist das virale Foto von Esther Sedlaczek echt?

Nein. Die verbreitete Aufnahme weicht deutlich von den dokumentierten Originalbildern der WM-Berichterstattung ab. Kleidung und Darstellung wurden verändert.
Zeigt die ARD-Sendung die Szene tatsächlich so?
Nein. Verfügbare Aufnahmen aus Toronto zeigen Sedlaczek mit geschlossenem grauen Sakko und nicht in der viral verbreiteten Darstellung.
Woran lässt sich die Manipulation erkennen?
Vor allem an den deutlichen Unterschieden zu den Originalaufnahmen derselben Sendung. Die Veränderungen betreffen zentrale Bildmerkmale und nicht nur Bildqualität oder Perspektive.
Warum verbreiten sich solche Bilder so schnell?
Weil sie bekannte Personen zeigen und starke Reaktionen auslösen sollen. Die Verbindung mit einem realen Ereignis erhöht zusätzlich die Glaubwürdigkeit.
Tribuna.com
13. Juni 2026
dpa Factchecking
16. Juni 2026
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
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