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Startseite»Nachrichten»Wegen Hitze und Dürre: Kommunen verbieten Wasserentnahme aus mehreren Flüssen
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Wegen Hitze und Dürre: Kommunen verbieten Wasserentnahme aus mehreren Flüssen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 4, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Wegen Hitze und DürreKommunen verbieten Wasserentnahme aus mehreren Flüssen

Viele Flüsse haben bereits Niedrigwasser (Archivbild vom Rhein). (Foto: picture alliance / imageBROKER)

Deutschlands Flüsse trocknen aus: Hitze und Regenmangel lassen Pegel dramatisch fallen. Nun greifen die Behörden durch und verbieten die Entnahme von Wasser. Es drohen hohe Bußgelder. Ein Vorgeschmack auf einen Sommer der Extreme.

Aufgrund niedriger Pegelstände ist die Wasserentnahme aus mehreren deutschen Flüssen verboten worden. Auslöser dafür sind ausbleibender Regen und die Hitzetage der zurückliegenden Wochen.

Die Bezirksregierung Münster hat unter anderem die Wasserentnahme aus der Ems verboten. Das Verbot gilt ab heute. Demnach ist etwa das Abpumpen von Wasser nicht mehr erlaubt – mit dem Ziel, Tiere und Pflanzen zu schützen. Eine entsprechende Verfügung gelte für die Gebiete der Kreise Steinfurt, Warendorf und der Stadt Münster.

Ab Montag sind auch Flüsse im Rheinland betroffen: Ein Verbot gilt dann für Sieg, Agger, Rur und Erft im Regierungsbezirk Köln sowie für die Wupper in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 50.000 Euro. Erlaubt ist weiterhin das Schöpfen von Wasser mit Handgefäßen und das direkte Tränken von Vieh. Die Pegelstände befänden sich auf einem Niveau, das sonst erst im Spätsommer erreicht werde, hieß es.

Auch der Wetteraukreis und der Main-Kinzig-Kreis untersagen eine Entnahme von Wasser. „Der Wasserstand in den Flüssen und Bächen des Wetteraukreises ist in den vergangenen Wochen stark zurückgegangen“, teilte der Kreis mit. Viele Bäche seien zu Rinnsalen geschrumpft. Die derzeitige Hitzewelle und die damit verbundene Trockenheit sollen nach Prognosen dem Kreis zufolge auch in den nächsten Wochen weiter anhalten.

„Nahezu alle Fließgewässer im Main-Kinzig-Kreis liegen mit ihren Pegeln auf einem kritischen Niveau“, teilte der Kreis mit. Mit der kostbaren Ressource Wasser sei sehr sorgsam umzugehen. Da die Stadt ihr Trinkwasser ausschließlich aus beschränkten lokalen Ressourcen beziehe, sei die Lage der Brunnenanlagen trotz der Regenfälle im Mai sehr angespannt, teilte Rodgau im Kreis Offenbach mit. Die Stadt richte einen eindringlichen Appell an alle Einwohner, ab sofort strikt Trinkwasser zu sparen. Das Bewässern von Rasenflächen, das private Waschen von Autos, das Abspritzen von Dächern, Wänden oder Terrassen habe komplett zu unterbleiben.

Auch im Kreis Ludwigsburg sind Wasserentnahmen aus Bächen, Flüssen und Seen ab sofort verboten. Laut dem Landesumweltamt in Brandenburg haben die Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius in den vergangenen Tagen zu extremer Verdunstung geführt. Dresden hatte bereits Ende Juni verfügt, dass Eigentümer und Anlieger kein Wasser mehr aus den „oberirdischen Gewässern“ der Stadt entnehmen dürfen. Dort ist auch das „Schöpfen mit Handgefäßen“ untersagt.

Quelle: ntv.de, sba/dpa

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