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Politik

Wetter in Deutschland: Zwischen Hitze und Gewitter

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 20, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 20.06.2026 • 10:23 Uhr

Es bleibt heiß in Deutschland: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor extremen Temperaturen – auch Schauer und Gewitter sind im Anmarsch. In Baden-Württemberg sind in der Nacht mehrere Menschen bei einem Blitzeinschlag verletzt worden.

Kalendarisch beginnt der Sommer zwar erst morgen, doch schon jetzt wird Europa von einer Hitzewelle geplagt. In Deutschland lag die Höchsttemperatur gestern bei 38,5 Grad – gemessen in Kitzingen bei Würzburg. Nach der Hitze zogen am Abend und in der Nacht schwere Gewitter auf.

Ein Zeltlager im baden-württembergischen Rastatt wurde während eines starken Unwetters von einem Blitz getroffen. Neun Menschen wurden verletzt, sechs von ihnen kamen laut Polizei in ein Krankenhaus. Unter den Verletzten befindet sich auch ein 13-jähriges Kind, wie der SWR berichtet. Im Rahmen eines Handballfests hatten mehrere Menschen an einem Sportplatz gezeltet.

Bei einem Zeltlager auf einem Sportplatz in Rastatt schlug in der Nacht ein Blitz ein.

Hochwasser in Rheinland-Pfalz

Auch in Rheinland-Pfalz gab es Unwetter, besonders betroffen war der Rhein-Lahn-Kreis. Dort traten mehrere Flüsse über die Ufer. Eine Sprecherin des Kreises sprach nach vorläufigen Daten von einem Hochwasser, wie es statistisch nur alle 50 Jahre vorkommt. Die Feuerwehr wurde Dutzende Male gerufen, größere Schäden blieben aus.

Die Pegelstände stiegen am Freitagabend binnen kürzester Zeit stark an. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hatte bereits am Abend zeitweise vor einem Extremhochwasser gewarnt. Im Laufe der Nacht fielen die Pegelstände aber wieder.

Auch über die südwestlichen Teile Nordrhein-Westfalens zogen Gewitter. Über größere Schäden ist bislang nichts bekannt.

Auch Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen waren am Freitag von Unwettern betroffen.

Festivals unterbrochen

Von den Gewittern waren auch mehrere Musikfestivals betroffen: Südlich von Flensburg in Schleswig-Holstein musste in der Nacht ein Festival-Gelände mit seinen rund 5.000 Besuchern geräumt werden. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurden 13 Menschen bei dem Sturm leicht verletzt. Mittlerweile duften die Menschen zurück auf das Gelände. Im Norden zwischen Hamburg und Bremen findet zudem das Hurricane-Festival statt, dort gab es trotz eines Gewitters am Morgen aber offenbar keine Zwischenfälle.

Das mit rund 60.000 Besuchern deutlich größere Musikfestival Southside nahe Konstanz in Baden-Württemberg musste schon am Freitag wegen eines Unwetters zeitweise unterbrochen werden.

Hitze bleibt – weitere Unwetter möglich

Ein Ende der Hitzewelle ist vorerst nicht in Sicht, Deutschland steht ein heißes Wochenende bevor. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für heute mit „schwülheißen 30 bis 38 Grad“ mit den höchsten Werten im Südwesten.

Zudem drohen weiterhin Gewitter. Von den Mittelgebirgen bis zu den Küsten könnten sie gebietsweise kräftig ausfallen. Unwetter seien nicht ausgeschlossen. Die Gewitterfront werde langsam in Richtung Osten ziehen. „Dort dann im Laufe des Nachmittags Intensivierung und vereinzelte Unwetter wahrscheinlich“, hieß es vom DWD. Am Spätnachmittag und Abend seien dann auch in den übrigen Regionen – abgesehen vom äußersten Nordwesten – erneut einzelne kräftige, aber lokal begrenzte Gewitter möglich.

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