Nach den starken Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Toten auf 3.889 gestiegen. Die WHO warnt nun vor der schlechten Gesundheitsversorgung im Land. Davon gingen inzwischen die größten Risiken für die Überlebenden aus.
Die Zahl der Erdbeben-Opfer in Venezuela ist auf 3.889 gestiegen. Bei dem Doppel-Erdbeben vor zwei Wochen wurden mehr als 16.700 Menschen verletzt, knapp 18.000 wurden obdachlos.
Es ist inzwischen sehr unwahrscheinlich, Verschüttete noch lebendig bergen zu können.
WHO warnt vor Gesundheitsrisiken
Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt inzwischen vor den gesundheitlichen Risiken, die aufgrund mangelnder Gesundheitsversorgung in dem Land immer größer werden.
„In den kommenden Wochen könnten die größten Gesundheitsrisiken nicht nur von den durch die Erdbeben verursachten Verletzungen ausgehen, sondern auch von Beeinträchtigungen der Gesundheitsversorgung, überfüllten Unterkünften, Mängeln bei der Wasserversorgung und Sanitärversorgung sowie einem eingeschränkten Zugang zu Impfungen und routinemäßiger medizinischer Versorgung“, sagte Jarbas Barbosa, Direktor der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO).
Die PAHO wird gemeinsam mit dem venezolanischen Gesundheitsministerium mögliche Ausbrüche von Atemwegs- oder Verdauungskrankheiten überwachen und drängt auf den Zugang zu Impfstoffen, sagte Barbosa, der zugleich Regionaldirektor der WHO für Amerika ist.
Mehr als Tausend Nachbeben
Zwei heftige Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten Venezuela am 24. Juni erschüttert. Mehr als Tausend deutlich schwächere Nachbeben folgten.
