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Startseite»Nachrichten»32 Jahre nach Escobar: Kolumbianer wird nach Fehlschuss mit dem Tode bedroht
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32 Jahre nach Escobar: Kolumbianer wird nach Fehlschuss mit dem Tode bedroht

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 10, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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32 Jahre nach Escobar

Kolumbianer wird nach Fehlschuss mit dem Tode bedroht

Kolumbien scheidet in einem Elfmeter-Drama im Achtelfinale der Fußball-WM aus. Im Nachgang des Spiels kommt es zu Morddrohungen gegen einen Spieler – 32 Jahre nachdem Andres Escobar wegen eines Eigentores starb.

Der kolumbianische Fußballverband hat Morddrohungen gegen Nationalspieler Jaminton Campaz und seine Familie nach dem WM-Aus der Südamerikaner öffentlich gemacht und scharf verurteilt. „Kein Sportler und kein Mitglied seines engsten Umfelds sollte Einschüchterungen ausgesetzt sein, nur weil er sein Land im Sport vertritt“, hieß es in einer Stellungnahme.

Wie „One Football“ berichtete, hat sich der 25 Jahre alte Stürmer dazu entschieden, aus Sicherheitsgründen vorerst nicht in seine Heimat zurückzukehren. Campaz hatte bei der Achtelfinal-Niederlage im Elfmeterschießen gegen die Schweiz in der Verlängerung die Chance zum Siegtreffer vergeben.

Entsetzen wegen Escobar

In Kolumbien ist man besonders für solche Drohungen sensibilisiert: Während der Weltmeisterschaft 1994 ebenfalls in den USA erzielte Verteidiger Andrés Escobar bei der 1:2-Niederlage gegen das Gastgeber-Team ein Eigentor.

Tage nachdem die Mannschaft ausgeschieden war und nach Hause zurückgekehrt war, wurde Escobar in Medellín ermordet. Die Tat sorgte weltweit für Entsetzen.

„Schwierige Momente“

Kolumbiens Fußballverband hat die Generalstaatsanwaltschaft des Landes aufgefordert, die Ermittlungen zur Identifizierung der Hintermänner der Drohungen gegen Campaz zu forcieren.

„Zum Fußball gehören auch schwierige Momente“, schrieb der beim argentinischen Verein Rosario Central unter Vertrag stehende Profi. „Mein Kolumbien, bitte lasst uns den Respekt niemals aus den Augen verlieren. Wir mögen unterschiedlicher Meinung sein oder Frustration und Traurigkeit empfinden, aber keine Leidenschaft rechtfertigt Hass oder ein Leben in Angst.“

Verwendete Quellen: ntv.de, ter/dpa

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