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Startseite»Nachrichten»Gerüchte über Bluetooth-Geräte: Angst vor Kopfhörer-Strahlung? Das sagen Experten
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Gerüchte über Bluetooth-Geräte: Angst vor Kopfhörer-Strahlung? Das sagen Experten

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 11, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Gerüchte über Bluetooth-GeräteAngst vor Kopfhörer-Strahlung? Das sagen Experten

Immer wieder wird in sozialen Medien vor der Strahlung von Bluetooth-Geräten gewarnt. (Foto: picture alliance / Visually)

Kabellose Kopfhörer gehören für viele beim Sport oder im Alltag dazu. Doch in sozialen Netzwerken wird immer wieder vor der Strahlung von solchen Geräten gewarnt. Angeblich verursachen sie sogar Hirnschäden und Krebs. Was sagt die Wissenschaft?

Musik beim Joggen, Krafttraining oder auf dem Weg zur Arbeit: Bluetooth-Kopfhörer sind weit verbreitet. Immer wieder kursieren im Netz jedoch Warnungen vor einer angeblich gefährlichen Strahlung der Geräte. Dabei wird häufig auf die Nutzung ähnlicher Frequenzen wie bei Mikrowellen verwiesen. Fachleute sehen darin jedoch keinen Hinweis auf eine Gesundheitsgefahr.

Bluetooth-Kopfhörer nutzen hochfrequente elektromagnetische Felder. Sie arbeiten dabei ähnlich wie WLAN oder Mikrowellenherde im Bereich von etwa 2,45 Gigahertz. Entscheidend für mögliche gesundheitliche Auswirkungen ist jedoch nicht allein die Frequenz, sondern vor allem die Leistung der Geräte.

Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) nutzen Bluetooth-Kopfhörer nur eine vergleichsweise geringe Leistung im Milliwatt-Bereich. Im Gegensatz zu einem Mikrowellenherd mit rund 1000 Watt erreichen typische Geräte nur etwa 0,0025 Watt. „Diese Leistung ist so gering, dass die Nutzung von Bluetooth-Kopfhörern nicht zu einer relevanten Erwärmung des Gewebes am Ohr führen kann“, erklärt Florian Kohn, wissenschaftlicher Referent im Kompetenzzentrum Elektromagnetische Felder beim BfS.

Die elektromagnetischen Felder sind zu schwach

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Strahlung auf den menschlichen Organismus gelten als gründlich erforscht. Gesetze und Normen sehen Grenzwerte zur Produktsicherheit vor. Eine Größe ist die spezifische Absorptionsrate (SAR), die etwa für Handys angewendet wird. Dieser SAR-Wert gibt an, „wie viel Energie das Körpergewebe bei der Nutzung des Telefons aufnimmt“, erläutert Kohn.

Für Smartphones, die laut Kohn auf eine maximale Sendeleistung von 200 Milliwatt (0,2 Watt) kommen, im Alltag jedoch meist darunter liegen, beträgt der maximal zulässige SAR-Wert zwei Watt pro Kilogramm Körpergewebe. Zum Vergleich: Kabellose Kopfhörer arbeiten mit einer Sendeleistung von etwa 2,5 Milliwatt (0,0025 Watt).

„SAR-Werte durch Funkwellen einzelner Bluetooth-Geräte bleiben in der Regel unterhalb der empfohlenen Grenzwerte“, sagt auch Sarah Drießen vom Forschungszentrum für elektromagnetische Umweltverträglichkeit der Uniklinik Aachen. Mit anderen Worten: Die elektromagnetischen Felder sind zu schwach, um die Temperatur des Körpergewebes so stark zu erhöhen, dass gesundheitliche Gefahren drohen.

„Kein Nachweis für Erkrankungen beim Menschen“

Auch Thomas Zwick, Leiter des Instituts für Hochfrequenztechnik und Elektronik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), verweist auf die bisherige Studienlage. Elektromagnetische Strahlung im Mikrowellenbereich sei vielfach untersucht worden, „bisher ohne einen Nachweis für Erkrankungen beim Menschen bei Einhaltung der Grenzwerte“.

Wer die Strahlenbelastung im Kopfbereich dennoch reduzieren möchte, kann kabelgebundene Kopfhörer verwenden. Expertin Drießen weist darauf hin, dass dann häufig das Smartphone näher am Körper getragen wird und dadurch unter Umständen eine höhere Belastung durch das Mobiltelefon entsteht.

Quelle: ntv.de, hny/dpa

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