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Startseite»Nachrichten»Bauvorgaben und Naturschutz: Griechenland will mit „historischer Reform“ Massentourismus eindämmen
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Bauvorgaben und Naturschutz: Griechenland will mit „historischer Reform“ Massentourismus eindämmen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 11, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Bauvorgaben und NaturschutzGriechenland will mit „historischer Reform“ Massentourismus eindämmen

Verkehrschaos, Wassermangel, steigende Mieten und eine überlastete Infrastruktur – mancherorts sind die Folgen des Tourismus erheblich. (Foto: picture alliance / robertharding)

38 Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr Griechenland besucht. Damit kommen rechnerisch auf einen Einwohner vier Besucher. Zu viel für manche Regionen. Mit strengen Auflagen will die Regierung den Tourismus deutlich erträglicher und nachhaltiger machen.

Griechenland will den Massentourismus auf vielen Inseln und in beliebten Ferienorten stärker begrenzen und gleichzeitig Natur und Landschaft besser schützen. Die Regierung stellte dazu in Athen neue Regeln für den Tourismus und den Hotelbau vor. Hintergrund sind die steigenden Besucherzahlen. Nach Angaben der griechischen Zentralbank kamen im vergangenen Jahr fast 38 Millionen Touristen nach Griechenland – so viele wie noch nie zuvor. Damit kommen auf jeden Einwohner rechnerisch im Schnitt vier Besucher.

Besonders Inseln wie Santorini oder Mykonos gelten in der Hochsaison vielerorts als überfüllt. Bewohner klagen seit Jahren über Verkehrschaos, Wassermangel, steigende Mieten und eine überlastete Infrastruktur.

Tourismusministerin Olga Kefalogianni erklärte, Ziel sei ein nachhaltigeres Tourismusmodell mit weniger Belastung für Umwelt, Strände und Infrastruktur. Kern der neuen Regeln ist eine Einteilung der Regionen nach ihrer touristischen Belastung. Bekannte Ferieninseln wie Rhodos, Kos, Santorini oder Mykonos sollen strengere Bauauflagen erhalten. In besonders belasteten Inselregionen dürfen neue Hotels künftig höchstens 100 Betten haben.

Auch die Vorgaben für Neubauten werden verschärft. Hotels außerhalb offizieller Baugebiete dürfen nur noch auf großen Grundstücken entstehen. Je nach Region müssen diese mindestens 8 bis 16 Hektar groß sein. Damit will die Regierung verhindern, dass immer mehr Gebäude ungeordnet in die Landschaft gesetzt werden.

Zudem sollen die Küsten besser geschützt werden. In einem Bereich von bis zu 25 Metern am Meer dürfen grundsätzlich keine neuen Gebäude mehr entstehen. Ausnahmen gelten nur für notwendige Zugänge oder Rettungswege. Umweltminister Stavros Papastavrou sprach von einer „historischen Reform“. Der entsprechende Ministerialerlass mit den neuen Regeln soll Ende Juni in Kraft treten.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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