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Startseite»Nachrichten»Im Kempinski gesichtet: Altkanzler Schröder zu Besuch in Moskau
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Im Kempinski gesichtet: Altkanzler Schröder zu Besuch in Moskau

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 2, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Im Kempinski gesichtetAltkanzler Schröder zu Besuch in Moskau

Schröder, hier im Oktober 2019, in Moskau. (Foto: picture alliance/dpa/TASS)

Besucht er das Internationale Wirtschaftsforum in Russland? Oder will er etwa Kremlchef Putin treffen? Vieles ist noch unklar, aber eins steht fest: Altkanzler Schröder ist zurzeit in Russland.

Altkanzler Gerhard Schröder hält sich derzeit in der russischen Hauptstadt Moskau auf. Er wurde dort von ntv-Korrespondent Rainer Munz im Hotel Kempinski gesehen. Was Schröder, der lange für russische Energiefirmen arbeitete, genau dort macht, ist unklar.

Am Mittwoch beginnt in St. Petersburg das Internationale Wirtschaftsforum, an dem erstmals wieder deutsche Unternehmer teilnehmen. Eingeladen zu dem Forum sind auch Politiker der AfD.

Kremlchef Wladimir Putin hatte kürzlich Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg ins Spiel gebracht. Von europäischer Seite wurde dies einhellig abgelehnt. „Wenn wir Russland das Recht geben würden, in unserem Namen einen Verhandlungsführer zu benennen, wäre das nicht sehr klug“, sagte die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas kürzlich am Rande eines Außenministertreffens in Brüssel. Schröder sei hochrangiger Lobbyist für russische Staatsunternehmen gewesen. Daher sei klar, warum Putin ihn haben wolle: „Dann säße er gewissermaßen auf beiden Seiten des Tisches.“

Auch in der Ukraine stößt Schröder auf Ablehnung. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sagte zu einem möglichen Vermittlereinsatz: „Wir unterstützen das nicht.“ Es gebe „viele andere würdige Führungspersönlichkeiten“, die für die EU verhandeln könnten.

Schröder steht seit Jahren wegen seiner Freundschaft zu Putin und seiner Tätigkeiten für russische Öl- und Gaskonzerne in der Kritik. 2014 feierte er noch nach der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim mit Putin seinen 70. Geburtstag in Russland nach. Auch nach der Vollinvasion 2022 war er noch für russische Energiefirmen tätig.

Zugleich zeigte er immer wieder Verständnis für Kremlpositionen. 2023 nannte er eine Bedrohung durch Russland „absurd“. Zuletzt plädierte der Altkanzler für die Wiederaufnahme von Energielieferungen aus Russland. In einem Gastbeitrag für die „Berliner Zeitung“ Anfang dieses Jahres wandte er sich auch „gegen die Dämonisierung Russlands als ewiger Feind“.

Schröder war bereits einmal zu Beginn der Vollinvasion 2022 nach Moskau gereist und hatte dort Putin getroffen. Erreicht hat er bekanntlich nichts.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa/AFP

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