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Startseite»Nachrichten»Warnung vor „Gender-Propaganda“: Italiens Regierung sagt Sexualkunde den Kampf an
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Warnung vor „Gender-Propaganda“: Italiens Regierung sagt Sexualkunde den Kampf an

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 5, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Warnung vor „Gender-Propaganda“Italiens Regierung sagt Sexualkunde den Kampf an

Künftig dürfen Schüler in Italien am Sexualkundeunterricht nur mit schriftlicher Zustimmung der Eltern teilnehmen. (Foto: picture alliance/dpa)

Verhütung, Prävention von Missbrauch, sexuelle Identität – Italiens rechte Regierung von Giorgia Meloni ist nicht der Meinung, dass Sexualkunde auf den Schulplan gehört. Per Gesetz braucht es künftig die ausdrückliche Zustimmung der Eltern – und in Grundschulen wird das Fach sogar ganz verboten.

An Italiens Schulen darf Sexualkunde künftig nur noch mit ausdrücklicher Zustimmung der Eltern unterrichtet werden. Mit der Mehrheit der rechten Koalition von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wurde das neue Gesetz in Rom nach der Abgeordnetenkammer jetzt auch vom Senat gebilligt. An Kindergärten und in Grundschulen ist Sexualkunde künftig sogar grundsätzlich verboten.

Die Regelung soll nach den Sommerferien im September in Kraft treten. Der Beschluss ist umstritten. Im Unterschied zu anderen europäischen Ländern ist Sexualkunde in Italien bislang kein fester Bestandteil des Unterrichts. Eine klare Regelung gab es bislang nicht.

Die rechte Koalition begründet ihren Beschluss damit, dass die Entscheidung über die Teilnahme an Sexualkunde letztlich bei den Eltern liegen müsse. Bildungsminister Giuseppe Valditara von der rechtspopulistischen Partei Lega warnte zudem vor „Gender-Propaganda“. „Wir geben den Eltern wieder eine Stimme in Fragen der Geschlechtsidentität ihrer minderjährigen Teenager.“ Aus der Opposition hingegen kam Kritik, dass Kinder aus ideologischen Gründen mit Fragen zur Sexualität allein gelassen würden.

Im Detail sieht das Gesetz vor, dass Schulen mindestens eine Woche vor Beginn des Unterrichts eine schriftliche Einverständnis-Erklärung der Eltern einholen müssen. Dazu sollen sie mindestens einen Monat zuvor Unterlagen über Unterrichtsziele und unterrichtende Lehrer beziehungsweise Experten bekommen. Volljährige Schüler können selbst ihre Einwilligung geben. Über Risiken durch sexuell übertragbare Krankheiten soll im Biologie-Unterricht aufgeklärt werden.

In Deutschland ist der Sexualkundeunterricht für alle Schüler verpflichtend. Der Unterricht beschränkt sich nicht nur auf rein biologische Fakten, sondern umfasst einen ganzheitlichen Ansatz, der Themen wie Gefühle, Verhütung, sexuelle Identität, Vielfalt und Prävention von Missbrauch umfasst.

Quelle: ntv.de, uzh/dpa

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