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Startseite»Nachrichten»„Kein One-Hit-Wonder“: Gebremster Sprinter Ansah knackt eigenen 100-Meter-Rekord
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„Kein One-Hit-Wonder“: Gebremster Sprinter Ansah knackt eigenen 100-Meter-Rekord

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 8, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Kein One-Hit-Wonder“Gebremster Sprinter Ansah knackt eigenen 100-Meter-Rekord

Chilliger Sprintertyp: Owen Ansah. (Foto: IMAGO/Eibner)

Deutschland hat einen Topsprinter: Owen Ansah unterbietet seinen eigenen Rekord über 100 Meter. Zum zweiten Mal in seiner Karriere bleibt er unter den magischen zehn Sekunden.

Nach seinem Rekordlauf mit angezogener Handbremse grinste Owen Ansah und zuckte mit den Schultern. „Ich wollte es unbedingt auf die Bahn bringen“, sagte er nach seinen 9,98 Sekunden über 100 Meter und voller Genugtuung: „Ich wollte zeigen, dass ich kein One-Hit-Wonder bin.“ Das ist ihm beeindruckend gelungen. Fast zwei Jahre, nachdem er bei den Deutschen Meisterschaften 2024 in Braunschweig in 9,99 als erster Deutscher auf der Königs-Sprintstrecke unter den magischen 10 Sekunden geblieben war, drückte er den nationalen Rekord am Samstag beim Meeting im beschaulichen Regensburger Universitätsstadion nochmal um eine Hundertstel.

Dabei war „der schnellste Deutsche aller Zeiten“, so der plakative Titel einer ZDF-Doku über Ansah, bei guten Rückenwind-Bedingungen von 0,8 Metern pro Sekunde keineswegs volles Risiko gegangen, beteuerte der 25-Jährige verschmitzt: „Ich wollte es schon in Dresden zeigen, da war ich ein bisschen zu schnell aus den Startblöcken, deswegen habe ich mir heute ein bisschen Zeit gelassen.“

In Dresden ist direkt Schluss

Beim Goldenen Oval am 31. Mai in der sächsischen Landeshauptstadt war ihm noch sein Ehrgeiz zum Verhängnis geworden, nach einem Fehlstart war Schluss. Berufsrisiko eines Zeitenjägers eben. Die Form aber, das wusste Ansah, war gut zwei Monate vor der Leichtathletik-EM in Birmingham (10. bis 16. August) schon da. In Regensburg wurde aus dem Gefühl Gewissheit. Beim Zieleinlauf – da zeigte die Uhr zunächst noch 9,99 – schlug er mit der Faust auf seine Brust, vor dem Zeitenmonitor mit der nach unten korrigierten 9,98 posierte er dann lässig liegend mit erhobenem Daumen für die Kameras.

In der kommenden Woche startet Ansah noch in Mannheim über 100 Meter und auch über die doppelte Distanz. Danach wartet auf den Athleten des Hamburger SV eine harte Trainingsphase, um bei der Europameisterschaft in Großbritannien („das große Ziel“) nochmal einen draufzusetzen. Einerseits mit der Sprintstaffel, mit der er Anfang Mai den deutschen 4×100-Meter-Rekord bei den World Relays in Botswana verbessert hatte. Aber auch individuell: Ansahs 9,98 sind die beste Zeit eines Europäers in diesem Jahr. Tokio-Olympiasieger Marcell Jacobs aus Italien war am vergangenen Donnerstag in Rom eine Hundertstel langsamer.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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