In den baltischen Staaten kommt es immer wieder zu Vorfällen mit Drohnen – meist ukrainischer Herkunft. Heute schossen französische Jets einen Flugkörper ab. Die NATO sprach von einem Zeichen der Entschlossenheit.
Französische Kampfjets mit NATO-Auftrag haben über Lettland eine Drohne abgeschossen. Die lettische Armee teilte mit, die Drohne sei „infolge russischer elektronischer Kriegsführung“ in den Luftraum eingedrungen. Sie ließ offen, von wem die Drohne stammte.
Die lettische Außenministerin Baiba Braze bedankte sich auf der Plattform X für den Einsatz der französischen Verbündeten. Die endgültige Entscheidung, die Drohne abzuschießen, sei vom NATO-Kommando getroffen worden, erklärte der lettische Verteidigungsminister Raivis Melnis.
Die Drohne wurde am Morgen etwa 30 Kilometer von der Grenze entfernt abgeschossen. Es gab keine Verletzten und keine Sachschäden, sagte der Verteidigungsminister. Die Behörden hatten zuvor die Bevölkerung in den östlichen Regionen Lettlands gewarnt und aufgefordert, in ihren Häusern Schutz zu suchen.
NATO zeigt sich zufrieden
Die französische Armee bestätigte den Einsatz von zwei „Rafale“-Kampfjets. Ein NATO-Vertreter sagte: „Dies zeigt einmal mehr die Entschlossenheit und Fähigkeit der NATO, abzuschrecken und zu verteidigen.“
Es ist der jüngste Vorfall in einer Reihe ähnlicher Sicherheitsvorfälle entlang der östlichen Grenzregionen Europas. Die wiederholten Drohnenvorfälle lösten in Lettland eine politische Krise aus, die zu einem Regierungswechsel führte. Größere Schäden oder Verletzte gab es bisher nicht.
Mit Informationen von Jana Sinram, ARD-Studio Stockholm
