Der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte eine verpflichtende Betriebsrente vorgeschlagen – und erhält jetzt Unterstützung vom Bundesfinanzminister. In der ARD-Arena sprach sich Klingbeil auch für mehr Anreize zur privaten Altersvorsorge aus.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat sich optimistisch gezeigt, dass das Rentensystem in Deutschland durch Reformen seiner Regierung stabil gehalten werden kann. Dabei unterstützt Klingbeil einen Vorschlag des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) für verpflichtende Betriebsrenten, wie er in der ARD-Sendung Arena deutlich machte.
„Auch das würde helfen“, sagte der SPD-Chef in der Sendung, in der Politiker von Bürgern im Publikum gefragt werden. „Wenn wir die gesetzliche stärken, das haben wir gemacht, wenn wir die betriebliche verpflichtend machen und wenn wir die private ausbauen, dann haben wir eine Chance, das Rentensystem wirklich zukunftsfähig zu machen“, sagte Klingbeil.
Auf Basis von Vorschlägen einer Rentenkommission will die Regierung neue Weichen für die Rente stellen. Die Vorschläge sind für diesen Monat angekündigt. Im Zentrum der nun anstehenden Beratungen und Reformen steht laut Klingbeil aber vor allem die Wirtschaft: Es brauche mehr Wachstum, dieser bringe wiederum auch mehr Arbeitsplätze. „Der Koalitionsausschuss, der bis zum Sommer stattfindet, soll das nochmal maßgeblich in den Fokus nehmen.“
Klingbeil: Anreize für mehr private Investitionen
Außerdem sprach sich der Vize-Kanzler für Anreize aus, damit Menschen stärker selbst „anfangen, in die Rente zu investieren“. Der Finanzminister verwies auf die Frühstart-Rente, bei der der Staat Kindern und Jugendlichen monatlich 10 Euro in ein individuelles Altersvorsorgedepot einzahlt. Weiter müsse aber die gesetzliche Rente die Grundlage „für alles“ sein.
