Wie geht’s ins Finale?
Neuer WM-Modus: Dieser Weg wird kein leichter sein
11.06.2026 | 12:33 Uhr
Das WM-Turnier 2026 ist das größte aller Zeiten. Das haben Sie vermutlich schon mitbekommen. Von zuletzt 32 Teams wurde nun auf 48 Mannschaften aufgestockt, die bei der Endrunde um den WM-Pokal mitspielen. Das bringt Neuerungen und Erkenntnisse mit sich. Zum Beispiel: Ein Favoritensterben in der Vorrunde ist ziemlich unwahrscheinlich geworden.
In welchem Modus wird gespielt?
Die 48 WM-Teilnehmer sind auf sage und schreibe 12 Gruppen (von A bis L) mit je vier Mannschaften verteilt. Deutschland spielt in der Gruppe E gegen Curacao, Ecuador und die Elfenbeinküste.
Durch die aufgestockte Anzahl an Teams und Gruppen muss 2026 eine weitere K.-o.-Runde eingebaut werden. In dieses Sechzehntelfinale kommen alle Gruppenersten und -zweiten. Plus die acht besten Gruppendritten. Um als Favorit auszuscheiden, muss man sich also wirklich Mühe geben und richtig schlecht spielen.
Nach welchen Kriterien werden Plätze in der Gruppe festgelegt?
Auch hier gab es eine Änderung. Zunächst zählt wie gewohnt die Anzahl an Punkten.
Anschließend greift nun, wie bei der UEFA, der direkte Vergleich zwischen zwei Mannschaften. Sind drei Mannschaften punktgleich, wird zwischen diesen eine eigene Tabelle erstellt, in der nur die direkten Duelle dieser Teams einbezogen werden. Hier zählen erst die Punkte der direkten Duelle, dann die Tordifferenz und die mehr erzielten Tore.
Erst nach dem direkten Vergleich zählen als Tie-Breaker die Tordifferenz der Gruppenphase und die mehr erzielten Tore. Die folgenden Faktoren sind dann die Fairplay-Wertung und zuletzt die FIFA-Weltrangliste. Ein Los wird nicht entscheiden.
Welche Gruppendritten kommen weiter?
Acht der zwölf Gruppendritten werden ins Sechzehntelfinale einziehen. Bestimmt werden sie ebenfalls durch eine eigens angelegte Tabelle.
Bei einer möglichen Punktgleichheit zählen dann: Tordifferenz und mehr erzielte Tore, Fairplay-Wertung und dann zuletzt auch die FIFA-Weltrangliste.
Wie sehen die deutschen Wege nach der Vorrunde aus?
Möglichkeit eins: Deutschland wird Gruppensieger
Als Sieger der Gruppe E träfe die DFB-Elf in der Zwischenrunde auf einen der acht besten Gruppendritten aus den Gruppen A (Mexiko, Tschechien, Südkorea, Südafrika), B (Kanada, Schweiz, Bosnien-Herzegowina, Katar), C (Brasilien, Schottland, Marokko, Haiti), D (USA, Türkei, Australien, Paraguay) oder F (Niederlande, Tunesien, Schweden, Japan).
In diesem Szenario besteht aber auch gleich die Gefahr für ein frühes Duell gegen einen der großen Mitfavoriten der WM. Denn dann würde im Achtelfinale Frankreich warten. Vorausgesetzt, die Franzosen gewinnen wie erwartet ihre eigene Gruppe mit Norwegen, Senegal und Irak sowie ihr eigenes Sechzehntelfinale.
Mögliche Gegner im Viertelfinale wären dann zum Beispiel die Niederlande als Gruppensieger der Gruppe F oder Brasilien, wenn diese Zweite in ihrer Gruppe werden, und im Halbfinale Spanien, sollten die Europameister ihre Gruppe gewinnen.
Top-Teams wie England, Argentinien oder Portugal könnten dann erst im Finale aufs deutsche Team treffen – bei eigenem Gruppengewinn.
Möglichkeit zwei: Deutschland wird Zweiter in der Gruppe
Landet die Elf von Julian Nagelsmann auf dem zweiten Tabellenplatz der Vorrundengruppe, steht sie auf der anderen Seite des Turnierbaums. Im Sechzehntelfinale stünde dann das Duell gegen den Zweiten der Gruppe I um Frankreich, Norwegen, Senegal und Irak an. Am wahrscheinlichsten wären wohl Norwegen oder Senegal als Gegner. Aber auch hier ist also ein frühes Duell gegen die Franzosen möglich.
Im Achtelfinale könnte das DFB-Team auf den Zweiten der Gruppe F (Niederlande, Tunesien, Schweden, Japan) treffen oder den Sieger aus der Gruppe C – also möglicherweise Brasilien oder Marokko.
Rudi Völlers düstere Vorahnung
Ein weiteres Kracher-Spiel könnte dann im Viertelfinale folgen, denn dort würde Deutschland gegen England spielen, wenn die Elf von Thomas Tuchel ihre Gruppe und die folgenden K.-o.-Spiele für sich entscheidet. Mögliche Halbfinalgegner wären dann Top-Nationen wie Portugal und Argentinien.
Möglichkeit 3: Deutschland wird Dritter in der Gruppe
Dann müsste die Mannschaft zunächst hoffen, dass sie als eine der besten acht Mannschaften überhaupt weiterkommt (siehe oben).
Im Sechzehntelfinale träfe die deutsche Mannschaft auf einen Gruppensieger der Gruppen A, B, D, G, K oder L. Mögliche Gegner wären Mexiko, Schweiz, Bosnien-Herzegowina, Türkei, Belgien, Portugal, Kolumbien oder auch England und Kroatien.
Anschließend ist der weitere Weg im Turnier sehr offen. Ohnehin gilt: Es kommt ja meist anders, als man denkt.
Verwendete Quellen: ntv.de, msc
