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Startseite»Nachrichten»Wenige Wochen nach Trump-Besuch: Spionage-Vorwurf: China bestätigt Festnahme eines US-Bürgers
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Wenige Wochen nach Trump-Besuch: Spionage-Vorwurf: China bestätigt Festnahme eines US-Bürgers

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 12, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Wenige Wochen nach Trump-BesuchSpionage-Vorwurf: China bestätigt Festnahme eines US-Bürgers

Trump war Mitte Mai in China. Im Vorfeld seines Besuchs hatten Aktivisten gefordert, der US-Präsident solle die Fälle inhaftierter US-Bürger in der Volksrepublik ansprechen. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

In der südwestchinesischen Stadt Kunming wird Anfang Juni ein US-Bürger festgenommen. Laut der „New York Times“ ist er Politikwissenschaftler und hat auch Meinungsbeiträge für die Zeitung geschrieben. Pekings Außenamtssprecher nennt Details zu den Vorwürfen.

Wenige Wochen nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in Peking hat China die Festnahme eines US-Bürgers bestätigt. Die zuständigen Behörden hätten gegen den Mann wegen des Verdachts auf Spionage und der Gefährdung der nationalen Sicherheit „strafrechtliche Zwangsmaßnahmen“ ergriffen, sagte Außenamtssprecher Lin Jian in Peking. China habe das US-Konsulat in Guangzhou darüber informiert. Die Rechte des Mannes würden gewahrt, erklärte Lin.

Zuvor hatte die „New York Times“ über den Fall berichtet. Der US-Bürger wurde demnach vergangene Woche in der Stadt Kunming in der an Myanmar grenzenden Provinz Yunnan in Südwestchina festgenommen. Dem Bericht zufolge soll ihm Gefährdung der nationalen Sicherheit vorgeworfen worden sein.

Wie das Blatt weiter berichtete, sei der Mann ein Politikwissenschaftler und Leiter einer Forschungsgruppe aus Yangon in Myanmar. Zudem habe er auch Meinungsbeiträge für die „New York Times“ verfasst, schrieb das Blatt weiter. Unabhängig von dem Fall kündigte das Außenamt einen viertägigen Staatsbesuch von Myanmars Präsident Min Aung Hlaing ab kommendem Montag in China an.

Mitte Mai hatte Trump China besucht. Im Vorfeld hatten Aktivisten gefordert, der US-Präsident solle die Fälle inhaftierter US-Bürger in der Volksrepublik ansprechen. Diese landeten bei Besuchen in der Volksrepublik immer wieder auf der Agenda. 2024 hatte Jake Sullivan als nationaler Sicherheitsberater von Ex-Präsident Joe Biden die Lösung solcher Fälle in Peking als „Top-Priorität“ der damaligen Regierung bezeichnet.

Im selben Jahr sprach der China-Ausschuss im US-Kongress unter Berufung auf den Gründer der auf politische Gefangene in China spezialisierten US-amerikanischen Stiftung Dui Hua, John Kamm, von 200 in der Volksrepublik inhaftierten US-Bürgern.

Ein prominenter Fall ist jener der US-Bürgerin Dawn Michelle Hunt, die Dui Hua zufolge wegen ihrer Verwicklung in einen Drogenschmuggel, in den sie laut ihrer Familie unwissentlich hineingeraten war, seit 2014 im Gefängnis sitzt. Mehr als zehn Jahre wegen eines ähnlichen Falls saß demnach außerdem der US-Amerikaner Nelson Wells Jr. ab.

Quelle: ntv.de, are/dpa

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