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USA sehen Terrorismus-Gefahr: Wütender Iran wirft FIFA-Boss Infantino Wortbruch vor

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 13, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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USA sehen Terrorismus-Gefahr

Wütender Iran wirft FIFA-Boss Infantino Wortbruch vor

13.06.2026 | 11:04 Uhr

Die USA halten den Iran mit Einreise-Visa für die Fußball-WM lange hin. Die Spieler bekommen schließlich doch noch die Erlaubnis, nicht aber alle Teammitglieder. Das sorgt für Ärger. Auch auf Gianni Infantino.

Der iranische Fußballverband wirft FIFA-Präsident Gianni Infantino vor, Zusagen zur WM nicht eingehalten zu haben. Infantino habe uneingeschränkten Zugang für alle Verbandsmitglieder zu den drei WM-Spielen des Iran in den USA versprochen, sagte der iranische Teambetreuer Mahdi Mohammad Nabi der Nachrichtenagentur Reuters. Nabi ist einer von 15 iranischen Funktionären, die kein US-Visum für die WM-Spiele erhalten haben. „Wir hoffen, dass Herr Infantino tatsächlich seinen Worten Taten folgen lässt und die Versprechen einhält, die er dem iranischen Nationalteam gegeben hat“, sagte Nabi.

Am Mittwoch hatte Infantino bei einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt Irans WM-Teilnahme noch als Beweis für den Erfolg der FIFA bei der Bewältigung komplexer politischer Fragen gefeiert.

Nabi wütet über „mangelnde Koordination“

Das US-Außenministerium begründete die Visa-Ablehnungen damit, es werde „dem iranischen Team nicht erlauben, dieses System zu missbrauchen, um Terroristen unter falschen Vorwänden in die USA einzuschleusen“. Die iranische Mannschaft musste wegen der Visa-Probleme ihr Trainingslager kurzfristig von Arizona in den USA nach Tijuana in Mexiko verlegen. Die Spieler bekamen ihre US-Visa erst zehn Tage vor ihrem ersten Spiel am kommenden Montag gegen Neuseeland im Raum Los Angeles.

Nabi, der auch bei den Weltmeisterschaften 2018 in Russland und 2022 in Katar Teambetreuer war, sagte, er habe noch nie „eine derart mangelnde Koordination“ bei einer WM erlebt. Die Visa-Problematik störe die Vorbereitung der Spieler und benachteilige das Team gegenüber anderen Teilnehmern.

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„Wir kontrollieren nicht alles“

Die Schwierigkeiten werfen Fragen zur Organisation der WM 2026 auf, der bislang größten Weltmeisterschaft. Die USA lehnten auch die Visa-Anträge von iranischen und afrikanischen Journalisten ab. Zudem wurde diese Woche dem somalischen FIFA-Schiedsrichter Omar Abdulkadir Artan trotz gültigen Visums die Einreise wegen mutmaßlicher Verbindungen zu „Terrororganisationen“ verweigert. Der Iran ist jedoch das einzige WM-Team, bei dem zahlreichen Funktionären die Einreise untersagt wurde. Diese Einreiseverbote erfolgen vor dem Hintergrund der teils eskalierenden Lage im Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Es ist die erste WM seit 1930, bei der ein Gastgeberland eine Nation empfängt, mit der es sich im Krieg befindet.

Infantino verteidigte am Mittwoch die Rolle der FIFA und erklärte, der Weltfußballverband könne den WM-Gastgebern keine Einreisebestimmungen diktieren: „Wir kontrollieren nicht alles. Vielleicht ist es gut, die Dinge einfach etwas gelassener zu sehen.“

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/rts

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