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Nächster Preisknaller: BYD Dolphin G DM-i – erster Kleinwagen mit Verbrenner und Stecker

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 15, 2026Keine Kommentare6 Minuten Lesezeit
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Nächster PreisknallerBYD Dolphin G DM-i – erster Kleinwagen mit Verbrenner und Stecker

15.06.2026, 08:28 Uhr Von Patrick Broich, Berlin
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Ungefällig sieht der neue BYD Dolphin G nicht aus. Ab Herbst soll er zu den Kunden rollen. (Foto: BYD)

BYD startet mit seinem nächsten Volumenbringer in den deutschen Markt. Dolphin G DM-i heißt der Kleinwagen und tritt bei der Vorstellung vor allem knallig auf. ntv.de hat eine Runde mit dem Neuling gedreht. Sein Preis ist außerdem heiß.

Und schon wieder erscheint eine BYD-Neuheit auf dem Markt. Und schon wieder verwirrt der Modellname. Es ist nämlich schon wieder ein Dolphin, aber wieder ein anderer eben. Ihn ziert der Zusatz „G“. Also nach Dolphin ohne Namenszusatz und Dolphin Surf jetzt nun der G. Und die Sache ist neben der Nomenklatur auch nicht so einfach. Denn mit 4,16 Metern Außenlänge könnte der als Plug-in-Hybrid antretende Newcomer schon fast als Kompakter durchgehen. BYD selbst verortet ihn jedoch in der Kleinwagenklasse, wie Interessenten auf der Website nachlesen können. Währenddessen misst der als eher darunter positionierte Dolphin Surf nur 3,99 Meter, was ihn ebenfalls in der Kleinwagen-Kategorie plausibel erscheinen lässt, allerdings am unteren Ende.

Und da es schon schwierig genug ist, vor allem den Hybrid-G vom rein elektrischen Surf zu unterscheiden, haben sich die Marketingstrategen einen Kniff ausgedacht. So bekommt nämlich jeder seine eigene Knallfarbe. Beim G ist es „Orange Sunset“, während der Surf auf Wunsch in „Lime Green“ an den Start rollt. Klar, wenn der Kunde schlicht ein schwarzes Auto wünscht, funktioniert dieser Trick zur Differenzierung nicht mehr.

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Mit seiner Länge von deutlich über vier Metern ist der BYD Dolphin G seiner Klasse schon fast entwachsen. (Foto: BYD)

Weil BYD mittlerweile kommunikativ clever ist, wird der Vorplatz im Bereich der Berliner Messe von unzähligen Dolphin in leuchtend orangefarbenem Ton bevölkert. Das sichert dem an sich recht adrett gezeichneten Stadtflitzer einen stylishen Auftritt. Nach Billigheimer wirkt dieses chinesische Einsteigerauto jedenfalls nicht.

Und dann? Wird eingestiegen! Das Platzangebot geht in Ordnung für das Segment, auch in der zweiten Reihe sitzt man ordentlich, zumal 2,61 Meter Radstand ordentlich ist. Und dank 425 Litern Kofferraumvolumen bei aufrecht stehenden Rücksitzlehnen dürfte auch das Familiengepäck problemlos ins hintere Abteil passen.

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Der neue BYD-Kleinwagen präsentiert sich adrett gezeichnet. (Foto: BYD)

Innenraum könnte wertiger sein

Wirft man jedoch einen Blick auf die Architektur, stellt man durchaus rasch fest, dass hier knapp kalkuliert wird. Klar, das prägendste und auffälligste Element in diesem Innenraum ist Bildschirm in mehrfacher Ausführung (Kombiinstrument sowie ein tabletartig platzierter Monitor auf der Mittelkonsole), aber danach kommt schon Kunststoff. Der könnte etwas mehr Feinschliff vertragen in Form von Oberflächenqualität oder mehr Passgenauigkeit bei der einen oder anderen Dekorleiste. Aber! Preis-Leistungs-Verhältnis lässt grüßen. Doch darüber wird noch zu sprechen sein.

Der Dolphin G ist schon ein verrücktes Auto, so viel kann man sagen. Er dürfte der einzige Plug-in-Hybrid in diesem Segment sein. Und ab der Ausstattungslinie „Boost“ kann richtig viel Strom gespeichert werden – erkleckliche 18 kWh, um genau zu sein, was wiederum für 105 Kilometer elektrische Reichweite langen soll in der kombinierten WLTP-Disziplin. Und geht der Akku zur Neige, soll er nach 26 Sekunden wieder 80 Prozent Ladestand haben dank Gleichstromladen per CCS-Anschluss. Die Basis nimmt lediglich sieben kWh auf, hier entfällt die Schnellladefunktion außerdem.

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Dank Panoramaglasdach wirkt der Innenraum des taufrischen BYD luftig. Die Materialien könnten besser sein. Allerdings ist der Stadtflitzer unfassbar günstig eingepreist. (Foto: BYD)

Geschmeidiger Antrieb

Doch das ist der eine Punkt. Durch das clevere Zusammenspiel der Komponenten – der 1,5 Liter große Vierzylinder-Saugbenziner mit 95 PS dient meist als Generator – erfolgt der Antrieb der Vorderräder wirklich geschmeidig. Im Grunde fährt der 1,6-Tonner die meiste Zeit per 163 PS starkem Elektroaggregat. Doch warum nennt der Hersteller für das Segment ziemlich kräftige 212 PS Systemleistung? Weil es zusätzlich einen Modus gibt, bei dem die Power des Verbrenners direkt für den Antrieb genutzt wird. Eine dafür vorgesehene Kupplung koppelt den Treibsatz an – in der Tat fast unmerklich für den Fahrer.

Allerdings muss man auch sagen: Selbst unter voller Last fühlt sich der G nicht wirklich nach mehr als 200 PS an, richtig Biss hat er also nicht, wenngleich sein Antriebsstrang sehr souverän anmutet. Demnach dauert der Sprint auf 100 km/h 8,3 Sekunden, während bei 180 Sachen abgeregelt wird.

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Platzmangel herrscht in der zweiten Reihe des BYD Dolphin G kaum. Kein Wunder, beträgt sein Radstand doch 2,61 Meter. (Foto: BYD)

Somit wird dieser flippige Kleinwagen zum wirklich sanftmütigen Tourer, der im Zweifel auch mal eine lange Strecke am Stück zurücklegen kann, ohne seine Passagiere über Gebühr zu strapazieren. BYD nennt ja 1040 Kilometer als maximale Reichweite. Dahinter dürfte sich natürlich Marketing-Lyrik verbergen, aber ein Verbrenner, der als Generator gleichförmig in einem definierten Betriebsbereich läuft, hat durchaus das Potenzial, genügsam zu laufen. Und da der Benzintank 42 Liter fasst, lassen sich ausgiebige Touren entspannt planen, wenn sich der Verbrauch bei etwas über vier Litern einpendelt. Ob die Sitze entsprechend lange Komfort spenden, steht wiederum auf einem anderen Blatt.

Zum Schluss noch ein paar Worte zur Bedienung. Hier erfüllt der BYD die Erwartungen. Ein wildes Menü mit zig Icons gehört jetzt nicht zu den intuitivsten, lässt sich nach einer gewissen Zeit aber beherrschen. Dass man viel Piep-Assistenz ausschalten muss, davon kann man bei einem Modell chinesischer Herkunft ausgehen.

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Ganze 425 Liter fasst der Kofferraum in Grundkonfiguration. Damit wird ein Familienurlaub möglich. Legt man die Rücksitzlehnen um, wächst das Gepäckraumvolumen auf über 1200 Liter an. (Foto: BYD)

Und nun zum Preis: BYD wäre nicht BYD, wenn es nicht schon gleich auf der Website an massiven Rabatten wucherte. Das ist der Punkt, an dem es mancher Wettbewerber schwer hat. So erscheint die Zahl von zugegeben etwas hochgegriffenen 28.990 Euro gleich durchgestrichen auf der Website – neuer Betrag: 18.990 Euro. Allerdings sind hier schon Förderungen inbegriffen. Dennoch ist der Preis ohne Frage heiß.

Am Ende muss man sagen, dass der Kleinwagen natürlich erwachsen wirkt nicht zuletzt mit seiner üppigen Ausstattung, zu der selbst Brocken wie Head-up-Display oder Panoramaglasdach gehören können. Aber Premium ist eben auch anders. Dass der Markt den Dolphin G dennoch aufnehmen wird – davon darf man ausgehen. Allein schon die Händleroffensive des Herstellers ist sportlich, schließlich möchte das Label ganz Deutschland engmaschig mit Vertriebspartnern bestücken. Einfacher wird der Wettbewerb auf dem Automobilsektor jedenfalls nicht.

Quelle: ntv.de

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