„Sie war eine Wucht“Trauer um „Alf“-Serienmutter Anne Schedeen
Als Kate Tanner muss sich Anne Schedeen in der Kultserie „Alf“ nicht nur mit zwei pubertierenden Kindern, sondern auch mit einem renitenten Außerirdischen herumschlagen. Nun ist die Schauspielerin mit 77 Jahren gestorben.
Anne Schedeen ist tot. Die Schauspielerin, die als Kate Tanner in der 80er-Jahre-Kultserie „Alf“ bekannt wurde, ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Schedeens Familie macht ihren Tod auf der offiziellen Facebook-Seite der Darstellerin bekannt. „Mit schwerem Herzen müssen wir mitteilen, dass Annie friedlich von uns gegangen ist. Wir haben sie so sehr geliebt, ebenso wie alle, die sie kennenlernen durften“, heißt es dort zu einem Foto, auf dem die Verstorbenen mit der Alf-Puppe posiert. Eine Todesursache wurde nicht genannt.
„Sie hinterlässt ein außergewöhnliches Vermächtnis an kreativer Energie, scharfsinnigem Humor, Freude an ihrer Familie, Liebe zu kleinen Hunden, glühendem Hass auf Trump, Leidenschaft für Secondhand-Läden und Liebe zu einer guten Geschichte. Ohne sie fühlen wir uns verloren“, schreibt Anne Schedeens Familie in ihrem Abschiedsbeitrag. Die Schauspielerin sei „eine Wucht“ gewesen und ein Leben ohne sie sei „unvorstellbar“.
„Ich bin immer bei euch“, habe Schedeen oft gesagt. Und so möchten sich ihre Angehörigen an sie durch ihre „Kunstwerke, das herzliche Lachen, den handgefertigten Schmuck, die Ölgemälde, die Skulpturen, die Kostüme und ihre ganze Lebensfreude“ erinnern, durch die die Schauspielerin in ihren Gedanken weiterleben werde.
Anne Schedeen hinterlässt ihren Ehemann Christopher Barrett, mit dem sie 55 Jahre verheiratet war. Aus der Ehe ging Tochter Taylor hervor.
Nach „Alf“ kamen Antiquitäten
Anne Schedeen kam am 8. Januar 1949 in Portland im US-Bundesstaat Oregon als Luanne Ruth Schedeen zur Welt. Sie wuchs auf einer Farm auf. Nach ihrem Studium in Portland zog sie nach New York, um Schauspielerin zu werden.
In den 1970er-Jahren trat Anne Schedeen in diversen Serien wie „Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann“ auf. In der Arztserie „Dr. med. Marcus Welby“ spielte sie die Tochter der Titelfigur. Einer ihrer seltenen Ausflüge ins Kino war der Thriller „Embryo“ mit Rock Hudson.
In den 80er-Jahren folgten Gastrollen in Serien wie „Magnum“ oder „Cheers“, ehe sie von 1986 bis 1990 eine Hauptrolle in der Serie „Alf“ landete. Sie spielte in der Kult-Sitcom Kate Tanner, die Mutter einer Familie, die den titelgebenden Außerirdischen bei sich aufnimmt. Die aufwendigen Dreharbeiten mit der Alf-Puppe beschrieb Scheeden einmal als „technischen Alptraum“.
Nach dem Ende von „Alf“ arbeitete sie nur noch sporadisch als Schauspielerin. Sie war stattdessen als Antiquitätenhändlerin und Ausstatterin aktiv.
