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Startseite»Politik»Nach Iran-Abkommen: Europäer bereit für Hormus-Mission
Politik

Nach Iran-Abkommen: Europäer bereit für Hormus-Mission

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 15, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 15.06.2026 • 16:16 Uhr

Beim G7-Gipfel in Évian erhoffen sich die Teilnehmer von US-Präsident Trump Details zur Vereinbarung mit Iran. Die Europäer sprechen sich für eine Mission zur Sicherung der Straße von Hormus aus. Doch Teheran winkt bislang ab.

Nach der Einigung auf ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs kurz vor dem G7-Gipfel haben die vier Europäer in der Gruppe ihre Bereitschaft betont, sich an einer „rein defensiven“ Mission zur Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen. „Mit dem Abkommen öffnet sich eine Gelegenheit, die Region und die Weltwirtschaft wieder zu stabilisieren“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Großbritanniens Premierminister Keir Starmer und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.

Bei dem G7-Gipfel im französischen Évian erhoffen sich die Teilnehmer von US-Präsident Donald Trump Details zur Vereinbarung und zur geplanten Öffnung der Straße von Hormus für die Schifffahrt.

Französischer Flugzeugträger bereits in der Region

Macron erklärte, Frankreich und seine westlichen Verbündeten seien bereit, „sehr schnell zu handeln“. Frankreich könne etwa Minenräumschiffe in die Region entsenden, um Hilfe zu leisten. Er fügte hinzu, dass sich ein französischer Flugzeugträger und eine begleitende Kampfgruppe bereits in der Region befänden und innerhalb von zwei oder drei Tagen nach Unterzeichnung des Abkommens durch die USA und Iran einsatzbereit wären.

Die Europäer hatten sich für den Fall eines Kriegsendes schon im April bei einem Gipfel in Paris zusammen mit anderen Verbündeten auf eine Militärmission in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus vorbereitet. Merz hatte schon damals die deutsche Bereitschaft zur Beteiligung erklärt. Das Minenjagdboot „Fulda“und das Versorgungsschiff „Mosel“ warten bereits im östlichen Mittelmeer auf ihren Einsatz und könnten in „sieben bis zehn Tagen“ in der Straße von Hormus sein, wie es aus dem Verteidigungsministerium hieß.

Teheran lehnt ausländische Militärpräsenz ab

Allerdings ist es zweifelhaft, ob Teheran bereit wäre, eine solche Operation zu akzeptieren. Diplomaten zufolge hat Iran starken Widerstand gegen jede ausländische Militärpräsenz in der Wasserstraße signalisiert. Die Nachrichtenagentur AP zitierten einen hochrangigen iranischen Beamten mit der klaren Warnung: „Jede Präsenz ausländischer Staaten, sei es zur Sicherung der Schifffahrt oder zur Minenräumung, ist inakzeptabel.“

Die Straße von Hormus, durch die normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Öls fließt, war während der wochenlangen Konfrontation praktisch gesperrt. Der Konflikt hatte die Ölpreise deutlich in die Höhe getrieben.

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