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Startseite»Politik»Russisches Kriegsschiff gibt im Ärmelkanal Warnschüsse ab
Politik

Russisches Kriegsschiff gibt im Ärmelkanal Warnschüsse ab

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 16, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 16.06.2026 • 20:26 Uhr

Nur wenige Kilometer vor der britischen Küste hat ein russisches Kriegsschiff Warnschüsse in Richtung einer Jacht abgefeuert. Russland erklärte, die Jacht habe sich auf einem „gefährlichen Kurs“ genähert. Großbritannien untersucht den Vorfall.

Ein russisches Kriegsschiff hat im Ärmelkanal Warnschüsse in Richtung einer Jacht abgegeben. Die Besatzung der in Großbritannien registrierten Jacht habe die Schüsse gemeldet, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf britische Verteidigungskreise.

Das bestätigte auch das russische Verteidigungsministerium. Die Fregatte „Admiral Grigorowitsch“ habe bei einer Entfernung von 150 Metern Warnschüsse abgegeben, um die Jacht abzulenken, die sich im Ärmelkanal auf einem „gefährlichen Kurs“ näherte, so das Ministerium. Die Jacht habe ihren Kurs daraufhin geändert und sich entfernt, hieß es. Zuvor sollen demnach Versuche, Funkkontakt herzustellen, gescheitert seien. Die Besatzung habe in „strenger Übereinkunft mit den international geltenden Schifffahrtsregeln gehandelt“, hieß es aus Moskau.

Der Vorfall soll sich rund 20 Seemeilen südlich der Isle of Wight ereignet haben und damit außerhalb der britischen Hoheitsgewässer. Es gibt bislang keine Berichte über Verletzte oder Schäden.

125 Meter lange Fregatte

Ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums erklärte: „Wir untersuchen Berichte über einen Vorfall im Ärmelkanal.“ Ein Schiff der Königlichen Marine, die „HMS Mersey“, beobachtete zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Zwischenfalls das russische Schiff. Auch britische Medien sprachen dabei von der „Admiral Grigorowitsch“, ein 125 Meter langes Schiff mit bis zu 220 Mann Besatzung.

Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund massiver Spannungen zwischen Russland und westlichen Staaten wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine.

Briten stoppen Tanker der russischen Schattenflotte

Erst am Sonntag hatten bewaffnete britische Einsatzkräfte im Ärmelkanal einen mit Sanktionen belegten Tanker aufgebracht und festgesetzt, der im Verdacht steht, zur russischen Schattenflotte zu gehören. Die Behörden bringen die beiden Ereignisse nicht miteinander in Verbindung.

Gegen den Kapitän des Schiffes, einen indischen Staatsangehörigen, wurde nach einem Gerichtstermin am Dienstag Untersuchungshaft verhängt. Ihm wird der Transport von russischem Öl unter Verstoß gegen internationale Sanktionen vorgeworfen.

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