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Startseite»Nachrichten»Boeing hebt den Preis: Chinooks für die Bundeswehr werden wohl deutlich teurer
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Boeing hebt den Preis: Chinooks für die Bundeswehr werden wohl deutlich teurer

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 4, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Boeing hebt den PreisChinooks für die Bundeswehr werden wohl deutlich teurer

Ein CH-47 der US-Armee. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die Bundeswehr benötigt neue Transporthubschrauber. Einem Bericht zufolge wird die Anschaffung von 60 Chinook-Maschinen Hunderte Millionen Euro teurer als geplant. Intern bezeichnet das Verteidigungsministerium den Vorgang als normalen Schritt.

Bei einem weiteren großen Rüstungsprojekt der Bundeswehr gibt es offenbar erhebliche Kostensteigerungen. Nach Informationen des „Spiegels“ werden die 60 in den USA bestellten Transporthubschrauber vom Typ Chinook CH47 631 Millionen Euro teurer als ursprünglich geplant. Insgesamt steige der Preis für die 2023 bestellten Helikopter damit auf rund 7,187 Milliarden Euro.

Das Verteidigungsressort habe die Haushälter des Bundestags am Freitagabend über die zusätzlichen Kosten bei dem Projekt unterrichtet, das aus dem 100-Milliarden-Sondervermögen für die Bundeswehr finanziert worden ist. Der entsprechende Bericht liegt dem „Spiegel“ vor, schreibt das Magazin. Die ersten der 60 CH47-Helikopter sollen ab 2027 bei der Bundeswehr ankommen und die altersschwachen Flieger vom Typ CH53 ablösen.

Laut dem Ministerium von Boris Pistorius gehe die Kostensteigerung auf höhere Preise des Herstellers Boeing zurück. Demnach mache die US-Firma 360 Millionen Dollar zusätzlich wegen gestiegener Zuliefererkosten, Lohnkostensteigerungen im Umfang von rund 230 Millionen und Konfigurations- und Integrationsanpassungen in Höhe von 29 Millionen geltend.

In dem Bericht unterstreiche das Wehrressort, dass solche Kostensteigerungen normal seien. Bei dem 2022 genannten Budget, das der Haushaltsausschuss genehmigt hatte, habe es sich lediglich um einen „Schätzpreis“ gehandelt. Nun, da der finale Vertrag geschlossen werden soll, finde eine „Preisumwandlung“ statt.

In dem Bericht, aus dem der „Spiegel“ zitiert, heißt es, dass die Kostensteigerung unumgänglich sei. „Die Akzeptanz der Erhöhung des Budgetrahmens“, so das Papier, sei „Voraussetzung für den noch zu schließenden Hauptvertrag zwischen der US-Regierung und dem Unternehmen Boeing“.

Die Bundesregierung kauft die Helikopter direkt von der US-Regierung. Diese sogenannten „Foreign Military Sales“ sollen eigentlich Kostenexplosionen verhindern, da die US-Regierung und nicht das Beschaffungsamt der Bundeswehr die Preise für Waffensysteme mit der Industrie verhandelt.

Quelle: ntv.de, jpe

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