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Startseite»Nachrichten»Sonde passiert Brocken ganz nah: Japan gelingt wichtiger Test für Asteroidenabwehr
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Sonde passiert Brocken ganz nah: Japan gelingt wichtiger Test für Asteroidenabwehr

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 5, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Sonde passiert Brocken ganz nahJapan gelingt wichtiger Test für Asteroidenabwehr

Illustration der japanischen Raumsonde „Hayabusa 2“ – hier dargestellt bei der Annäherung an den Asteroiden Ryugu im Jahr 2018. (Foto: JAXA/Akihiro Ikeshita)

Asteroiden können zur Gefahr für Erdbewohner werden. Neben den USA und Europa arbeitet auch Japan an einer Technologie, um ihre Flugbahn gezielt ablenken zu können, um einen Einschlag zu verhindern. Ein wichtiger Test dafür gelingt der Sonde „Hayabusa 2“.

In einem Testflug für die Abwehr potenziell gefährlicher Himmelskörper ist die japanische Raumsonde „Hayabusa 2“ in unmittelbarer Nähe an einem erdnahen Asteroiden vorbeigeflogen. Die Sonde passierte am Sonntagabend (Ortszeit) wie geplant in geringer Entfernung den Asteroiden Torifune, wie eine Sprecherin der japanischen Raumfahrtbehörde Jaxa mitteilte.

Die Sonde von der Größe eines Kühlschranks flog bei dem Test mit einer Geschwindigkeit von mehr als 18.000 Kilometern pro Stunde. Laut Jaxa sollte sie bis auf 800 Meter an den Asteroiden heranfliegen, ihn aber nicht berühren. Stattdessen wollten die Wissenschaftler mit dem Testflug prüfen, ob sie die Flugbahn der Sonde präzise steuern können, sollte sie jemals einen Himmelskörper per Kollision von seinem Kurs abbringen müssen. Dies ist nun offenbar geglückt.

Sollte sich bestätigen, dass die Sonde tatsächlich bis auf 800 Meter an Torifune herangekommen ist, wäre dies einer der dichtesten Vorbeiflüge an einem erdnahen Asteroiden, die bisher je ausgeführt wurden.

Kameras an Bord der Sonde erfassten zudem Daten von der Oberfläche des Asteroiden, darunter geografische Merkmale, seine Beschaffenheit und Temperatur – all dies sind wichtige Informationen für eine mögliche Mission zum Schutz der Erde. Denn falls ein Asteroid durch einen Einschlag abgelenkt werden solle, sei es entscheidend zu wissen, ob er sich „wie ein Schwamm verhält oder wie ein sehr festes Material“, hatte Patrick Michel von der Europäischen Weltraumorganisation ESA vor dem Vorbeiflug gesagt.

Nächster Asteroid steht für 2031 auf dem Plan

Die japanische Mission erfolgte vier Jahre nach einem Test der Nasa, bei der im September 2022 die Sonde Dart kontrolliert auf dem Asteroiden Dimorphos eingeschlagen war und damit erfolgreich dessen Flugbahn verändert hatte.

Die Raumsonde „Hayabusa 2“ war 2014 zu ihrer Mission zum rund 300 Millionen Kilometer entfernten Asteroiden Ryugu gestartet und kehrte 2020 in die Erdumlaufbahn zurück, um eine Kapsel mit Materialproben abzusetzen. Nach dem Vorbeiflug an Torifune wird sie voraussichtlich im Jahr 2031 zu einer weiteren Asteroiden-Mission ins All geschickt.

Quelle: ntv.de, kst/AFP

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