In mehreren südeuropäischen Ländern haben sich Waldbrände weiter ausgebreitet. Nahe dem griechischen Thessaloniki brannte eine Recyclingfabrik, in den französischen Pyrenäen sollten Anwohner ihre Häuser verlassen.
Waldbrände haben am Wochenende Feuerwehren in mehreren Ländern Südeuropas in Atem gehalten. In Griechenland loderte nahe der Großstadt Thessaloniki ein heftiges Feuer in einer Recyclinganlage und einer Textilfabrik.
Aus der Recyclinganlage stieg dichter Rauch auf und hüllte weite Teile der Stadt ein. Überall in Thessaloniki roch es nach verbranntem Plastik. Weil der Rauch giftig sein könnte, riefen die Behörden die Einwohner auf, die Fenster geschlossen zu halten. Die Flammen rückten auch auf Wohnhäuser im Vorort Oreokastro zu. Behörden ordneten Evakuierungen an.
Für mehrere griechische Regionen – unter anderem Athen und Kreta – galt wegen hoher Temperaturen und heftigen Winds die zweithöchste Warnstufe.
Brände auch in den Pyrenäen
Auch in den französischen Pyrenäen kämpften Einsatzkräfte auf fast 1.000 Hektar gegen Flammen. Laut Behörden war ein Feuer in einem schwer zugänglichen Gebirgsgebiet in Trévillach nahe der spanischen Grenze ausgebrochen. Die Präfektur wies die Bürgermeister an, Bewohner von verstreut liegenden Häusern im Rathaus zusammenzubringen, um sie notfalls schützen zu können. Aus einem unbewohnten Gebiet in Südost-Frankreichs wurde ein weiterer Waldbrand auf etwa 300 Hektar gemeldet.
Feuer in Portugal zerstört 13.000 Hektar Land
Im Norden Portugals bekämpften Feuerwehrleute einen Brand, bei dem seit Donnerstag mindestens 13.000 Hektar Land vernichtet wurden. Am Sonntag war die Lage laut Zivilschutzes aber weitgehend unter Kontrolle.
Auch nahe der spanischen Costa Brava konnten die Einsatzkräfte einen Waldbrand weitgehend eindämmen, der mehr als 2.200 Hektar Vegetation in einem Naturschutzgebiet verwüstet hatte. Die Feuerwehr erwartete aber einen „schwierigen Tag“, vor allem wegen einer neuen Hitzewelle.
