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Startseite»Nachrichten»Großeinsatz in Oberbayern: 16-Jähriger verletzt zwei Mädchen bei Amoktat an Gymnasium
Nachrichten

Großeinsatz in Oberbayern: 16-Jähriger verletzt zwei Mädchen bei Amoktat an Gymnasium

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 8, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Großeinsatz in Oberbayern16-Jähriger verletzt zwei Mädchen bei Amoktat an Gymnasium

Noch ist das Motiv unklar. In Bayern verübt ein Jugendlicher an seiner früheren Schule offenbar eine Amoktat. Zwei Mädchen werden schwer verletzt – sind aber wohl Zufallsopfer. Lehrer und Polizisten überwältigen den Täter.

Bei einer möglichen Amoktat an einem Gymnasium in Oberbayern sind zwei Mädchen schwer verletzt worden. Die beiden seien ins Krankenhaus gebracht worden, sagte eine Polizeisprecherin. Sie schweben nicht mehr in Lebensgefahr. Ob die beiden Mädchen Schülerinnen des Gymnasiums sind, müsse noch geklärt werden.

Der mutmaßliche Täter sei nach dem Vorfall in Schongau festgenommen worden, teilte die Polizei weiter mit. Bei ihm handelt es sich um einen 16-jährigen Kroaten, der ein ehemaliger Schüler ist. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sagte, der Jugendliche habe wohl in einer psychischen Ausnahmesituation gehandelt, er kam dennoch zunächst in Untersuchungshaft und nicht in eine Psychiatrie.

Wie Dobrindt weiter sagte, gab der Tatverdächtige zu Beginn der Amoktat zunächst einen Schuss aus einer Schusswaffe ab. Diese habe danach aber versagt. Der Jugendliche habe danach ein Messer gezogen und sei auf Schülerinnen losgegangen – zwei Mädchen habe er „sehr schwer verletzt“.

Lehrer und die zwischenzeitlich eingetroffenen Polizeikräfte hätten den Angreifer dann überwältigen können. Auch die verletzten Schülerinnen hätten sich vom Ort der Attacke entfernen können, sie seien dann von Polizisten versorgt worden. Die beiden Mädchen seien wohl zufällig in die „Schreckensbahn“ des Angreifers geraten, sagte Dobrindt.

Dobrindt bedankte sich bei den Einsatzkräften, die mit 160 Einsatzkräften vor Ort gewesen sei. 17 Minuten nach der ersten Alarmierung sei der Täter überwältigt gewesen. Dadurch habe Schlimmeres verhindert werden können.

Schongau ist eine Kleinstadt am Ufer des Lechs im westlichen Oberbayern mit mehr als 12.000 Einwohnern. Das Welfen-Gymnasium liegt nur wenige Hundert Meter von Altstadt und Lech entfernt. Laut Internetseite werden dort etwa 800 Schüler von mehr als 80 Lehrkräften unterrichtet. In direkter Nachbarschaft gibt es auch eine Grund-, Mittel- und Realschule. In Bayern laufen die letzten Wochen des Schuljahres. Abiturienten haben bereits vor knapp zwei Wochen, am 26. Juni, ihre Zeugnisse erhalten, bei den restlichen Schülern steht dies am 31. Juli an.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sprach seine Anteilnahme aus: „Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten der Amoktat von Schongau. Solch eine schreckliche Tat reißt nicht nur sichtbare, sondern auch viele unsichtbare Wunden. Die Heilung der Seelen wird lange dauern.“

Quelle: ntv.de, jwu/mba/dpa/AFP

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