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Startseite»Nachrichten»Rassismus im „Fernsehgarten“?: Andrea Kiewel sagt Sorry
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Rassismus im „Fernsehgarten“?: Andrea Kiewel sagt Sorry

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 13, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Rassismus im „Fernsehgarten“?Andrea Kiewel sagt Sorry

Entschuldigt sich für ihren „Ching Chong Chang“-Spruch: Andrea Kiewel. (Foto: IMAGO/BOBO)

Moderatorin Andrea Kiewel setzt sich mit einem unbedachten Spruch im „ZDF-Fernsehgarten“ in die Nesseln. Prompt werden Rassismus-Vorwürfe gegen sie laut. Nun bittet „Kiwi“ für ihre Äußerung um Entschuldigung.

Mittlerweile gibt es nach nahezu jeder Ausgabe des „ZDF-Fernsehgartens“ Diskussionsbedarf. Mal dreht es sich um eine von der Bühne gestürzte Sängerin, mal um einen spontanen Sprung in den Pool von Moderatorin Andrea Kiewel – und jetzt um eine fraglos ziemlich ungeschickte Äußerung der 61-Jährigen, die jeden Sonntag durch die Show mit dem Charme eines Auffahrunfalls führt: Man möchte eigentlich wegschauen, kann es aber irgendwie dann doch nicht.

Der „Fernsehgarten“ stand an diesem Sonntag unter dem Motto „90er Dance Party“. In der Sendung ging es dabei auch um das Pokémon-Universum, das, basierend auf einem in Japan entwickelten Game-Boy-Spiel, in den 90er-Jahren entstanden ist. Mittlerweile umfasst es neben Videospielen auch TV-Serien oder Kinofilme, weltweit werden Karten mit den Taschenmonstern („Pocket Monsters“) gesammelt und getauscht.

Zwei Sammlerinnen zeigten „Kiwi“, wie Kiewel sich selbst mit Spitznamen nennt, in der Sendung eine Reihe von Pokémon-Karten, darunter auch ein Kartenset in verschiedenen Sprachen. Beim Betrachten einer japanischen Karte merkte die Moderatorin „Chinesisch“ an und fügte hinzu: „Ching Chong Chang.“

„Alltagsrassismus in den Medien“

In den sozialen Netzwerken reagierten diverse Nutzerinnen und Nutzer mit Unverständnis auf Kiewels Äußerungen. Ein Vorwurf dabei lautete, die Aussage der Moderatorin beweise, „wie tief der Alltagsrassismus in den Medien sitzt“. Dass Kiewel nach dem Motto „Ist ja eh alles das Gleiche“ japanische Schriftzeichen zu chinesischen umdeute, sei schon problematisch genug. Ihr nachgeschobenes „Ching Chong Chang“ sei dann aber erst recht „die Reproduktion von rassistischen Stereotypen, die viele asiatische Menschen tagtäglich erleben“.

Die Kritik perlte an Kiewel und dem ZDF nicht spurlos ab. Stellvertretend für die Moderatorin teilte der Sender inzwischen mit: „Andrea Kiewel bedauert ihre Worte und entschuldigt sich dafür.“ Weiter hieß es: „Die spontan getätigte Äußerung war der Live-Situation geschuldet und keinesfalls rassistisch gemeint.“ Das ZDF stelle sich „explizit gegen jede Form von Rassismus“, so wurde versichert.

Quelle: ntv.de, vpr/dpa

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