Bis zu 6000 Euro vom StaatMehrheit der E-Auto-Kaufprämien geht bisher an Tesla-Fahrer
Mit einer Kaufprämie will die Bundesregierung den Verkauf von Elektroautos ankurbeln. Bis Ende Juni werden fast 54 Millionen Euro an Neuwagenkäufer gezahlt. Daten des Bundesumweltministeriums zeigen, welche Marken bisher am stärksten profitieren.
Käufer von Elektroautos können derzeit bis zu 6000 Euro als staatliche Prämie beantragen. Bis 30. Juni wurden bereits 53,9 Millionen Euro aus dem bis zu drei Milliarden Euro umfassenden Förderprogramm ausgegeben, wie das Bundesumweltministerium auf eine Frage aus der Grünen-Fraktion antwortete. Dies umfasse die bewilligten Anträge seit dem Start des Antragsportals am 19. Mai und bilde zunächst nur eine Momentaufnahme ab.
Die meisten bewilligten „Förderfälle“ nach Marken gab es laut Ministerium bis Ende Juni für E-Autos von Tesla mit 2086 Fahrzeugen, gefolgt von Skoda mit 1197 und Renault mit 784 Fahrzeugen. Nach Auto-Konzernen betrachtet, lag die Volkswagen-Gruppe mit 2720 Fahrzeugen an der Spitze bei der Anzahl der Anträge. Dazu zählen neben der Kernmarke VW auch Prämien für E-Autos der Marken Audi, Cupra/Seat, Porsche und Skoda. Es folgten Stellantis mit 2278 Wagen der Marken Citroen, DS, Fiat, Jeep, Leapmotor sowie Opel und Peugeot.
Das Ministerium betonte mit Blick auf die Zahlen, wegen des noch kurzen Förderzeitraums und der hohen Marktdynamik mit fortlaufenden Einführungen neuer Modelle ließen sich daraus noch keine belastbaren Rückschlüsse auf die Verteilung der Förderung über die Gesamtlaufzeit des Programms ziehen.
Das Programm der schwarz-roten Bundesregierung fördert Kauf und Leasing von Elektroautos, bestimmter Plug-in-Hybride, die mit Strom und Kraftstoff fahren, sowie E-Autos mit sogenannten Reichweitenverlängerern. Voraussetzung ist eine Neuzulassung nach dem 1. Januar 2026. Die Höhe des staatlichen Zuschusses hängt von Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße ab und kann bis zu 6000 Euro ausmachen. Die Fördermittel sollen laut Ministerium für bis zu 800.000 Fahrzeuge reichen.
