Fabelzeit in Alpe d’Huez
Rekord zertrümmert: Pogacar fährt sogar Pantani davon
25.07.2026 | 10:33 Uhr
Der Tour-Aufstieg nach Alpe d’Huez ist legendär. Ein Rekord aber blieb lange liegen. Rad-Dominator Tadej Pogacar knackt jetzt die alte Bestmarke von Marco Pantani, die 31 Jahre Bestand hatte.
Tadej Pogacar hat mal wieder Radsport-Geschichte geschrieben. Sein Team war durch Krankheit geschwächt, aber das sollte Tadej Pogacar nicht davon abhalten, auf der 19. Etappe der Tour de France eine aufsehenerregende Rekordfahrt hinzulegen.
Bei seinem Etappensieg in Alpe d’Huez raste er die 21 Spitzkehren in sage und schreibe 35:26 Minuten hoch. Damit knackte er den 31 Jahre alten Rekord von Marco Pantani um 1:24 Minuten. Der Italiener, der später wegen EPO-Vergehens gesperrt wurde, war 1995 in 36:50 Minuten hochgefahren.
Seither bissen sich alle Radsport-Größen, sei es gedopt oder ungedopt, die Zähne an der Marke über den 13,8 Kilometer langen Anstieg aus. Kein Lance Armstrong, kein Jan Ullrich, kein Chris Froome schaffte diese Zeit.
Die Durchschnittsgeschwindigkeit von Pogacar: 23,3 Kilometer pro Stunde. Pogacar bewältigte damit einen langen Anstieg mit durchschnittlich 8,7 Prozent Steigung. Da staunt selbst die Konkurrenz. Pogacar sei „verrückt“, sagte Frankreichs Rad-Talent Paul Seixas nach der Ankunft im Alpenort direkt zu dem Slowenen und beglückwünschte diesen.
Pogacar weiß gar nichts vom Pantani-Rekord
„Das hat mich sehr glücklich gemacht, als ich das gehört habe“, sagte Pogacar zu der Fabelzeit. Der 27-Jährige gab an, den Pantani-Rekord überhaupt nicht auf dem Radar zu haben. „Ich wusste nicht, wo der Pantani-Rekord lag. Ich war in den letzten Wochen nicht so oft im Internet. Wichtig war für mich aber, das Rennen zu gewinnen“, sagte Pogacar. Einen 30 Jahre alten Rekord zu brechen, sei „gut für uns“, so der Träger des Gelben Trikots weiter.
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Pogacar schnappte sich die letzten Ausreißer kurz vor dem Ziel, flog an ihnen vorbei und raste zu seinem 26. Etappensieg bei einer Tour.
Die Rekorde an den mythischen Anstiegen der Tour sind mitunter schwer vergleichbar, bedingen auch einer geeigneten Rennsituation. Pogacar fuhr am Freitag schon mit Vollgas in den Anstieg hinein und attackierte dann zwölf Kilometer vor dem Ziel final. Er war damit sogar mehr als dreieinhalb Minuten schneller als 2022, seinem ersten Auftritt an dem Berg.
Verwendete Quellen: ntv.de, msc
