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Startseite»Nachrichten»Riskante Starlink-Abhängigkeit: Ukraine entwickelt mit Nokia sicheres Satelliten-System
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Riskante Starlink-Abhängigkeit: Ukraine entwickelt mit Nokia sicheres Satelliten-System

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 23, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Riskante Starlink-AbhängigkeitUkraine entwickelt mit Nokia sicheres Satelliten-System

Ukrainische Soldaten bauen in der Nähe einer Stellung in der Region Donezk ein Starlink-Terminal auf. (Foto: picture alliance / Photoshot)

Wie wichtig es ist, militärisch unabhängiger von den USA zu werden, weiß Kiew spätestens seit vergangener Woche: Ohne Vorwarnung wird das für die Drohnenabwehr unabdingbare Starlink-Internet eingeschränkt. Zusammen mit zwei finnischen Firmen arbeitet die Ukraine an einer Alternative zu dem Satellitensystem von Techmilliardär Musk.

Die Ukraine wird mit den finnischen Firmen Nokia und ICEYE an einer eigenen unabhängigen Satelliten-Kommunikation arbeiten. Das ukrainische Verteidigungsministerium und die Unternehmen unterzeichneten eine Absichtserklärung bei einem Besuch des finnischen Ministerpräsidenten Petteri Orpo in Kiew. Details und ein Zeitplan wurden nicht genannt.

Doch die Einigung kommt vor dem Hintergrund des Konflikts der Ukraine mit den USA wegen Satellitendaten und -internet. „Wir haben vereinbart, finnische Satelliten-Kapazitäten stärker zu nutzen. Das ist wichtig für unsere Verteidigung und die Widerstandsfähigkeit der Ukraine“, erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Die Ukraine brauche ein sicheres Satelliten-Kommunikationssystem, das sie selbst kontrolliere, sagte ICEYE-Chef Rafal Modrzewski einer Mitteilung zufolge. Die Satelliten der finnischen Firma liefern den Angaben nach Aufklärungsdaten unabhängig von Wetter oder Tageszeit. Kurz nach dem russischen Einmarsch 2022 kaufte die ukrainische Bevölkerung in einer Spendenaktion die Nutzung eines ICEYE-Satelliten für die Armee.

Ukrainische Luftwaffe auf Starlink angewiesen

In den vergangenen Tagen funktionierte das militärisch wichtige Satelliteninternet der US-Firma Starlink über der Ukraine nur eingeschränkt. Firmenchef Elon Musk und die US-Regierung machten widersprüchliche Angaben, wer dafür verantwortlich sei. Die Starlink-Systeme werden unter anderem für die Steuerung und Abwehr von Drohnen benötigt. In der vergangenen Woche konnten ukrainische Drohnen nach Angaben aus Kiew nur mit reduzierter Geschwindigkeit fliegen.

Bei einer Geschwindigkeit von über 160 Kilometer pro Stunde sei die Verbindung abgebrochen, berichteten ukrainische Medien unter Berufung auf Regierungsquellen. Dies behinderte demnach die Abwehr russischer Drohnen, die Geschwindigkeiten von mehreren Hundert Kilometern pro Stunde erreichen können. Zuletzt sagte Präsident Donald Trump, Musk habe die Drosselung wieder aufgehoben. Aus Kiew gab es bislang keine Bestätigung, dass Starlink wieder mit voller Geschwindigkeit funktioniert.

Die russischen Streitkräfte überziehen die Ukraine jede Nacht und manchmal auch tagsüber mit schweren Luftangriffen. In der vergangenen Nacht setzte Russland nach ukrainischen Angaben 176 Kampfdrohnen ein, 92 davon seien besonders schnell fliegende düsengetriebene Drohnen gewesen. 140 Drohnen seien abgeschossen oder durch elektronische Flugabwehr zum Absturz gebracht worden, schrieb die Luftwaffe am Morgen auf Telegram. Einschläge habe es an 19 Orten in der Ukraine gegeben. Auch herabstürzende Trümmer abgewehrter Drohnen können zudem verheerende Schäden verursachen.

Quelle: ntv.de, lar/dpa

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