Aktionspläne umgesetztAnti-Geldwäsche-Einheit streicht Monaco von Beobachtungsliste
Die Einheit FATF ist maßgeblich, wenn es um die Einschätzung von Mängeln bei der Geldwäschebekämpfung geht. Vor wenigen Jahren landet das Fürstentum Monaco auf deren Beobachtungsliste. Dort wird seither durchgegriffen, Unternehmen müssen teils Millionenstrafen zahlen.
Die internationale Anti-Geldwäsche-Einheit FATF hat unter anderem Monaco und Bulgarien von ihrer sogenannten grauen Liste gestrichen. Auch die Demokratische Republik Kongo und die Elfenbeinküste würden nicht mehr unter den genauer zu beobachtenden Staaten geführt, teilte die in Paris ansässige FATF mit. Sie ist der internationale Standardsetzer beim Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
Untersuchungen vor Ort hätten in den genannten Ländern „positive Fortschritte bei der Behebung strategischer Defizite“ unter anderem bei der Bekämpfung von Geldwäsche und „Terrorismusfinanzierung“ ergeben, teilte die FATF nach ihrer halbjährlichen Sitzung mit. Die entsprechenden Aktionspläne seien „vollständig“ innerhalb der vereinbarten Fristen umgesetzt worden.
Monaco war im Juni 2024 auf die graue Liste der FATF gesetzt worden. Das Fürstentum legte daraufhin einen Maßnahmenplan vor, um wieder von der Liste gestrichen zu werden. Dazu zählten verschärfte Strafen und eine stärkere internationale Zusammenarbeit. Zudem wurde die zuständige Aufsichtsbehörde AMSF besser ausgestattet.
Von der Beobachtungsliste zum Vorbild
Monacos Regierungschef Christophe Mirmand kündigte ein Festhalten an dem Kurs fest. Die Reformen trügen zur „Attraktivität des Fürstentums“ bei. Monaco wolle ein „Vorbild“ sein, sagte Mirmand vor Journalisten.
Bislang hat die AMSF 15 Unternehmen mit Strafen in Millionenhöhe belegt. Darunter sind die schweizerische Bank UBS, gegen die die monegassische Behörde eine Strafe von sechs Millionen Euro verhängte, und der Vermögensverwalter Julius Bär, der zur Zahlung von 1,5 Millionen Euro verpflichtet wurde.
Bulgarien hatte seit 2023 auf der grauen Liste der FATF gestanden. Dass das Land nun von der Liste gestrichen worden sei, bedeute „mehr Vertrauen in unser Land, mehr Investitionen und mehr Arbeitsplätze“, erklärte Ministerpräsident Rumen Radew.
Die Aufnahme auf die graue Liste der FATF kann für betroffene Staaten einen herben Imageverlust bedeuten und eine abschreckende Wirkung auf ausländische Investoren haben.
