Offizielle Zahlen da
Nur so knapp gewann Harry Kane den Ballon d’Or
Am Ende kämpften drei Fußball-Stars um den prestigeträchtigen Ballon d’Or. Am Montagabend wird Harry Kane geehrt, aber die offiziellen Zahlen zeigen: Viel Spielraum gab es nicht.
Harry Kanes Wahl zum Gewinner des Ballon d’Or galt bereits als äußerst knappe Angelegenheit – nun sind auch die offiziellen Zahlen da. Mit nur 28 Punkten Vorsprung setzte sich der englische Torjäger des FC Bayern (1055 Punkte) am vergangenen Montag vor WM-Rekordtorschütze Kylian Mbappé (1027) durch, es war damit eines der engsten Rennen in der Geschichte der Auszeichnung. Der drittplatzierte spanische Weltmeister Lamine Yamal (881) lag dagegen schon recht deutlich zurück.
100 Journalisten waren wahlberechtigt, 40 von ihnen setzten Kane auf Rang eins. Mbappé wurde dagegen von nur 23 Stimmberechtigten als bester Profi bewertet. Kanes Vorsprung war am Ende auch geringer als der Abstand bei der Wahl 2024, als zwischen dem spanischen Sieger Rodri und dem Brasilianer Vini Jr. nur 41 Punkte lagen. Knapper ging es zuletzt nur 2019 zu, damals gewann Argentiniens Superstar Lionel Messi mit sieben Punkten Vorsprung auf den Niederländer Virgil van Dijk.
Derweil läuft die Verarbeitung der Veranstaltung noch. Barcelona-Trainer Hansi Flick lobte Yamal für seinen Umgang mit dem dritten Platz. „Harry Kane hat ihn verdient, aber ihr wisst bereits, was ich über Lamine denke. Er hat das Niveau, das erforderlich ist, um diese Auszeichnung zu gewinnen“, sagte Flick.
Besonders beeindruckt zeigte sich der deutsche Coach von der Reaktion seines Spielers: „Ich bin sehr stolz auf Lamine. Er hat sehr gut reagiert und war im Training sehr fokussiert. Das ist die Art und Weise zu antworten. Seine Mentalität ist sehr gut für die Mannschaft.“
Für Barcelona bietet sich beim Ligaspiel gegen Alavés am Wochenende die Gelegenheit, nach zuletzt zwei empfindlichen Niederlagen wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Nach zuvor elf Siegen in Serie über alle Wettbewerbe hinweg hatten die Katalanen zunächst in der Champions League bei Paris Saint-Germain mit 2:4 verloren. Es folgte am vergangenen Wochenende eine 1:2-Heimniederlage im Clásico gegen Real Madrid.
Verwendete Quellen: ntv.de, ses/sid
