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Startseite»Politik»Met Gala in New York: Promi-Schaulaufen für den guten Zweck
Politik

Met Gala in New York: Promi-Schaulaufen für den guten Zweck

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 5, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 05.05.2026 • 10:16 Uhr

Die Met Gala ist ein Spenden-Event – und gleichzeitig eins der wichtigsten sozialen Ereignisse in New York. Neben den Outfits der Gäste sorgen auch Proteste gegen den Ehrenvorsitzenden Bezos für Gesprächsstoff.

Martin Ganslmeier

Mindestens zehn Millionen Dollar haben sich Amazon-Chef Jeff Bezos und seine Mode-begeisterte Frau Lauren Sanchez Bezos den Ehrenvorsitz der Met Gala kosten lassen. Die anderen 400 Gäste mussten immerhin jeweils 100.000 Dollar für eine Eintrittskarte zahlen, um am Tisch der Schönen und Reichen zu sitzen.

Damit gelang es Mode-Ikone Anna Wintour, ihre bisherigen Spenden-Rekorde noch einmal deutlich zu übertreffen: Diesmal kamen mehr als 40 Millionen Dollar zugunsten des Kostüminstituts am Metropolitan Museum of Art zusammen.

Met finanziert sich fast nur aus Spenden

Für Museumsdirektor Max Hollein ist die Met Gala vor allem „der wahrscheinlich größte und bedeutendste Fundraiser der Welt.“ Man dürfe nicht vergessen, dass das Museum nicht nur eine Non-Profit-Institution sei, sondern eine private Stiftung. „Wir finanzieren uns nahezu ausschließlich aus privaten Geldern und Spenden.“

Insbesondere Anna Wintour sei dies zu verdanken, betonte der Museumsdirektor. Seit drei Jahrzehnten kümmert sich die langjährige Vogue-Chefin um jedes Detail der Met Gala. Für sie ist die Gala immer noch ihre „liebste Zeit im Jahr – und auch die furchterregendste“.

Kostüme nach dem Motto „Mode ist Kunst“

Auch in diesem Jahr gab es wieder spektakuläre Kostüme zu bewundern: „Mode ist Kunst“ lautete das Motto. Viele Gäste holten sich Inspirationen aus Kunstwerken vergangener Epochen.

Heidi Klum kam in einem weißen Kostüm aus Schaumstoff und Latex als Marmorstatue aus dem 18. Jahrhundert. Eine Anregung, die sie sich bei einem Rundgang durch das Met Museum geholt hatte. Auch Sänger Bad Bunny war kaum zu erkennen. Er kam verkleidet als alter Mann mit Krückstock.

Großes Staraufgebot auf dem roten Teppich

Den größten Jubel gab es, als die US-Sängerin Beyoncé gemeinsam mit ihrer Tochter Blue erschien. Beyoncé nahm zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder an der Met Gala teil. Sie kam in einem Kleid, das aussah wie ein Diamanten-besetztes Skelett.

„Es fühlt sich surreal an, weil meine Tochter hier ist“, sagte die Sängerin. „Sie sieht so wunderbar aus und es ist toll, diese Erfahrung mit ihr zu teilen.“ Ehemann Jay-Z folgte in gebührendem Abstand, um nicht auf Beyoncés meterlange Schleppe zu treten.

Met-Gala in New York

Kostüm-Party der Stars

Sängerin Cher erinnerte an ihren ersten Auftritt auf der Met Gala vor 52 Jahren: „Ich kam damals nackt und die Leute haben sich aufgeregt. Heute wäre das allen egal.“

Zu den weiteren Stargästen zählten die Tennis-Schwestern Venus und Serena Williams, die Schauspielerinnen Nicole Kidman und Anne Hathaway sowie Sängerin Madonna.

Gala als „Kostümfest für Superreiche“?

Dennoch wurde der Glanz der Gala in diesem Jahr von Negativ-Schlagzeilen überschattet. „Die Met Gala als perfekte Waschanlage für seelenlose Tech-Milliardäre“, schrieb eine Kritikerin der New York Times. Die Tech-Milliardäre kaperten ihr zufolge das Mode-Ereignis, um daraus ein Kostümfest für Superreiche zu machen.

Zu den Protestierenden in New York gehörte auch Amazon-Mitarbeiter Chris Smalls. Er kämpft seit Jahren dafür, dass Amazon eine Gewerkschaft zulässt – bisher vergeblich. „Die Bezos haben sich mit zehn Millionen Dollar in die Met Gala eingekauft“, so Smalls. „Zehn Millionen ist für sie ein Penny. Wir sind hier, weil er uns Arbeiter ausbeutet, um so reich zu werden und sich ein 180 Millionen Dollar teures Penthouse in New York zu leisten.“

Auch deshalb war der sozialistische Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani – anders als seine Amtsvorgänger – nicht zur Met Gala gekommen. Mamdani hat vor kurzem eine Steuer für Superreiche angekündigt, die sich eine luxuriöse Zweitwohnung in New York leisten, obwohl sie selten dort wohnen – wie etwa Jeff Bezos.

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