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RTL/ntv-Trendbarometer: Union und SPD verharren im Tief, die AfD führt, die Grünen legen weiter zu

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 5, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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RTL/ntv-TrendbarometerFür Merz wird es schlimmer, die Grünen legen weiter zu

Viele Menschen sind unzufrieden mit der Bundesregierung. Profitieren davon kann nicht nur die AfD, sondern können auch die Grünen. (Foto: dpa)

„Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.“ Das besagt ein alter Fußballer-Spruch. Gilt das auch für Schwarz-Rot? Union und SPD kommen im RTL/ntv-Trendbarometer nicht aus ihren Tiefs heraus. Und für Kanzler Merz kommt es knüppeldick. Eine andere Partei profitiert.

Ein Jahr ist die schwarz-rote Regierung im Amt. Doch weder CDU und CSU noch die SPD können von ihrer Arbeit profitieren. Im Gegenteil: Im RTL/ntv-Trendbarometer verzeichnen sie Tiefstwerte. Und auch Bundeskanzler Friedrich Merz steht schlechter da als vor Jahresfrist.

Nur noch 13 Prozent der Menschen sind laut den von Forsa erhobenen repräsentativen Zahlen zufrieden mit der Arbeit des Regierungschefs. Das sind nochmal zwei Punkte weniger als vor einer Woche. 85 Prozent äußern sich dagegen unzufrieden, das sind zwei Punkte mehr.

Selbst Anhänger der Union äußern sich mehrheitlich (53 Prozent) unzufrieden, bei der SPD sind es 81 Prozent. Die größte Unzufriedenheit gibt es bei Wählern von Grünen (90 Prozent), Linken und AfD (je 98 Prozent). Im Juni 2025, kurz nach seinem Amtsantritt, waren noch 42 Prozent zufrieden und 50 Prozent unzufrieden mit Merz‘ Arbeit.

Die Unionsparteien verharren derweil im Tief. CDU und CSU kommen wie in der Vorwoche auf 22 Prozent der Stimmen. Es ist der niedrigste Wert seit Bestehen der schwarz-roten Regierung. Bei der Bundestagswahl kamen sie auf 28,5 Prozent. Wie vor einer Woche liegt die AfD mit 27 Prozent deutlich vor der Union. Sie erreicht damit knapp sieben Punkte mehr als bei der Bundestagswahl (20,8 Prozent) im Februar 2025.

Ebenfalls im Tief steckt die SPD fest. Ihr Wert liegt schon seit mehreren Wochen unverändert bei 12 Prozent, bei der Bundestagswahl hatte sie 16,4 Prozent der Stimmen erhalten. Einen Punkt abgeben auf 11 Prozent muss die Linke (Bundestagswahl: 8,8 Prozent). Einen Höhenflug erleben dagegen die Grünen. Sie legen nochmal einen Punkt auf 16 Prozent zu. Das ist zwar kein Allzeithoch für die Partei, aber eine deutliche Steigerung verglichen mit 11,6 Prozent bei der Bundestagswahl. Die FDP liegt unverändert bei 4 Prozent, das BSW unter 3 Prozent – es zählt damit zu den 8 Prozent der sonstigen Parteien.

Bei der politischen Kompetenz kann sich die AfD weiter an der Spitzenposition halten. Auf die Frage, welche Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig werde, nennen wie in der Vorwoche 14 Prozent die Alternative für Deutschland. 12 Prozent nennen die Unionsparteien, sie geben einen Punkt ab. SPD und Linke kommen wie vor einer Woche auf jeweils 5 Prozent, die Grünen auf 8. Die sonstigen Parteien erreichen 2 Prozent (minus eins). Eine Mehrheit von 54 Prozent (plus zwei Punkte) traut keiner Partei politische Kompetenz zu.

Mehrheitlich pessimistisch schauen die Menschen auf die wirtschaftliche Entwicklung. 66 Prozent erwarten, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren verschlechtern. Vor einer Woche sagten das 67 Prozent. Von unveränderten ökonomischen Verhältnissen gehen 19 Prozent aus (Vorwoche: 18). Eine Minderheit von 12 Prozent (Vorwoche: 13) sieht es optimistisch und erwartet verbesserte Verhältnisse.

Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 28. April bis zum 4. Mai erhoben. Datenbasis: 2002 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte. Bei der Frage zur politischen Kompetenz beträgt die Datenbasis 800 Menschen.

Weitere Informationen zu Forsa hier.

Quelle: ntv.de

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