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„Wollen nicht einmarschieren“: Trump spielt Iran-Krieg als „kleines Scharmützel“ herunter

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 5, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Wollen nicht einmarschieren“Trump spielt Iran-Krieg als „kleines Scharmützel“ herunter

Die iranische Führung sollte „die weiße Fahne der Kapitulation schwenken“, sagte Donald Trump. (Foto: picture alliance / Captital Pictures)

Die Mehrheit der Amerikaner lehnt den Nahost-Krieg ab. Angesichts baldiger Zwischenwahlen redet Donald Trump den Konflikt klein. Der Iran habe „keine Chance“, beteuert der US-Präsident und spricht zugleich über Bodentruppen.

Die Verhandlungen zwischen der iranischen Führung und den USA stocken. „Sie sollten das Vernünftige tun, denn wir wollen nicht dort einmarschieren und Menschen töten“, warnte Donald Trump die Machthaber in Teheran. Ein solches Vorgehen sei ihm persönlich „zu hart“, sagte er bei einer Veranstaltung über körperliche Fitness von Kindern und Jugendlichen.

Der US-Präsident bezeichnete den Iran-Krieg als „kleines militärisches Scharmützel“ und fügte im Weißen Haus hinzu: „Ich nenne es ein Scharmützel, weil der Iran keine Chance hat. Die hatten sie nie.“ Zugleich forderte er die Führung in Teheran auf, „klug“ vorzugehen.

Entgegen den öffentlichen Bekundungen Irans zeigte sich Trump sicher, dass die Regierung in Teheran eine Einigung erzielen möchte. „Sie treiben Spielchen, aber ich sage Ihnen, sie wollen einen Deal“, sagte der Präsident vor Journalisten. „Und wer würde das nicht wollen, wenn das eigene Militär völlig am Ende ist?“

Die iranische Führung sollte „die weiße Fahne der Kapitulation schwenken“, sagte Trump im Oval Office. Die Marine der Revolutionsgarden warnte dagegen alle Frachtschiffe vor der Durchfahrt durch die Straße von Hormus ohne iranische Genehmigung. Sie hätten dann mit massiven Reaktionen zu rechnen.

Iran-Krieg so unpopulär wie Vietnam-Krieg

Trump redet den Iran-Krieg seit Wochen demonstrativ klein. Im März hatte er von einem „kurzen Ausflug“ für die US-Streitkräfte gesprochen, Anfang dieser Woche sprach er von einem „Mini-Krieg“. Politische Beobachter vermuten, dass er damit der wachsenden Kriegsskepsis in der Bevölkerung entgegentreten wolle.

Nach einer Anfang Mai veröffentlichten Umfrage im Auftrag der „Washington Post“ und des Senders ABC ist der Iran-Krieg inzwischen ähnlich unpopulär wie die früheren Kriege im Irak und in Vietnam. 61 Prozent der Befragten gaben an, der Militäreinsatz sei ein Fehler. Nur 19 Prozent glauben Trumps Angaben, das Vorgehen sei ein Erfolg für die Vereinigten Staaten. Im Lager der Republikaner halten 79 Prozent den Krieg allerdings weiter für richtig.

Die Zwischenwahlen, die Midterm Elections, könnten im November zur großen Bewährungsprobe für Trump werden. Zur Wahl stehen neben sämtlichen Sitzen im Repräsentantenhaus auch ein Drittel der Sitze im Senat sowie zahlreiche Gouverneursposten in den US-Bundesstaaten.

Quelle: ntv.de, bho/AFP/rts

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