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Startseite»Nachrichten»Abschluss des Wirtschaftsforums: Ukraine beschießt St. Petersburg erneut mit etlichen Drohnen
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Abschluss des Wirtschaftsforums: Ukraine beschießt St. Petersburg erneut mit etlichen Drohnen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 6, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Abschluss des WirtschaftsforumsUkraine beschießt St. Petersburg erneut mit etlichen Drohnen

Der russische Präsident Wladimir Putin musste beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg erstmals einen „gewissen Schaden“ durch ukrainische Angriffe einräumen. (Foto: picture alliance / TASS)

Das internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg endet, wie es begonnen hat: Die Ukraine greift die russische Millionenstadt mit Kampfdrohnen an. Auch zahlreiche andere russische Regionen melden Attacken. Erneut brennen Öldepots.

Am letzten Tag des internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg haben die ukrainischen Streitkräfte die Millionenstadt erneut unter Beschuss genommen. Gouverneur Alexander Beglow und auch der Zivilschutz informierten die Menschen über einen „großangelegten Angriff durch militärische Drohnen“. Die Flugabwehr sei aktiv. Schon am ersten Tag des Wirtschaftsforums am Mittwoch bildeten sich nach dem Angriff auf eine Ölraffinerie schwarze Rauschwolken am blauen Himmel über der Altstadt, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehört.

„Gemäß den Empfehlungen des Einsatzstabs bitte ich die Einwohner von St. Petersburg, in ihren Wohnungen zu bleiben und nicht auf die Straße zu gehen“, schrieb der Gouverneur bei Telegram. „Es kann zu Unterbrechungen des mobilen Internets kommen.“ Auf dem für die internationalen Gäste des Forums wichtigen Flughafen Pulkowo gab es am früheren Morgen zeitweilig keine Starts und Landungen wegen der Gefahr.

Im Leningrader Gebiet um St. Petersburg (früher Leningrad) meldete Gouverneur Alexander Drosdenko ebenfalls Drohnenalarm. Die Flugabwehr habe 141 Drohnen abgeschossen. Ihm zufolge gab es mehrere Brände. Auch im von der russischen Kriegsmarine genutzten Ostseehafen von Kronstadt habe es Angriffe gegeben, hieß es.

Berichte über Drohnenschläge gab es zudem aus dem Gebiet Krasnodar im Süden sowie aus anderen Teilen Russlands. Auch der Hafen von Mariupol in dem von Moskau annektierten Gebiet Donezk sei betroffen, hieß es. Nach Explosionen seien Öldepots in Brand geraten, berichten Medien. In sozialen Netzwerken kursieren von unabhängiger Seite zunächst nicht überprüfbare Videos, auf denen große Feuer und Rauchwolken zu sehen sind. Örtliche Behörden haben ein brennendes Öldepot in der südrussischen Stadt Ust-Labinsk bestätigt.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr habe insgesamt 376 ukrainische Drohnen „über den Regionen Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Leningrad, Nowgorod, Orjol, Pskow, Rostow, Rjasan, Smolensk, Twer und Tula, der Region Moskau, der Republik Krim, der Republik Abchasien“ sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer abgeschossen. Der Bürgermeister von Moskau, Sergej Sobjanin, erklärte, dass neun Drohnen, die in Richtung der Hauptstadt unterwegs waren, abgefangen wurden.

Die ukrainischen Drohnenattacken gegen die russische Ölindustrie und militärische Ziele waren mehrfach Thema bei dem Wirtschaftsforum, das heute ausklingt. Die Ukraine wehrt sich mit diesen Gegenangriffen gegen den seit gut vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg.

Der russische Präsident Wladimir Putin räumte beim Forum am Freitagabend ein, dass es durch die Angriffe einen „gewissen Schaden“ für die Wirtschaft gebe. „Diese Attacken führen natürlich zu nichts Gutem“, sagte er. Wichtig sei eine Stärkung der Flugabwehr. Risiken für die Wirtschaft Russlands gebe es aber nicht, meinte der Präsident. Das Angebot des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu einem Treffen für Friedensverhandlungen lehnte er ab.

Quelle: ntv.de, chr/dpa/AFP

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