Abseits oder nicht?
Technische Panne sorgt für ordentlich Verwirrung bei der WM
14.06.2026 | 04:18 Uhr
Mit einem Elfmeter geht die Schweiz gegen Katar in Führung. Doch vor dem Strafstoß kommt es zu einer irritierenden Kameraeinstellung, die eine Abseitsstellung vermuten lässt. Die FIFA räumt eine Panne ein.
Eine technische Panne hat für Verwirrung beim TV-Publikum während des WM-Spiels zwischen der Schweiz und Katar (1:1) gesorgt. Weil eine kurze Störung die Erstellung der Onside-Grafikanimation vor dem der Schweiz zugesprochenen Elfmeter verhinderte, rätselten Zuschauer und Experten über eine mögliche Abseitsstellung vor dem Foul von Katars Torwart Mahmud Abunada an Remo Freuler.
„Ich hätte mit einer Abseitsposition gerechnet“, sagte der frühere Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer im ZDF. „Ich kann mir nur vorstellen, dass die Kamera eine falsche Perspektive gezeigt hat oder die halbautomatische Abseitslinie ausgefallen ist.“
Katar feiert historischen Punktgewinn mit Last-Minute-Treffer
Der Fußball-Weltverband wies in einer Mitteilung darauf hin, dass der Arbeitsablauf des Video-Assistenten durch die technische Panne nicht beeinträchtigt gewesen sei. „Die vom VAR zur Überprüfung der Positionen der betreffenden Spieler verwendeten Linien ergaben in keiner der beiden Situationen unmittelbar vor der Elfmeterentscheidung, dass sich der Angreifer in einer Abseitsposition befand“, hieß es von der FIFA.
Somit sei die Entscheidung des Schiedsrichters regelgerecht gewesen. Der frühere Bundesliga-Profi Breel Embolo (17. Minute) hatte den Strafstoß zur Führung für die Eidgenossen verwandelt. Die Schweiz beschwerte sich natürlich nicht, kontrollierte auch in der Folge das Spiel und hatte Chancen für weitere Tore.
Katar glich in der Nachspielzeit jedoch noch aus. Beim Kopfballtreffer von Boualem Khoukhi (90.+5) musste sich Torhüter Greg Kobel geschlagen geben. Katar ist erst zum zweiten Mal bei einer WM-Endrunde dabei. 2022 in der Heimat schieden die Araber ohne Punkt nach der Vorrunde aus.
Verwendete Quellen: ntv.de, lme/dpa
